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Der Eingang des Museums
Das "Sound of Music"-Museum befindet auf dem Schloss-Hellbrunn-Areal.
Das "Sound of Music"-Museum befindet auf dem Schloss-Hellbrunn-Areal.
Tolga Salpat | Salzburg Museum

Salzburg eröffnet sein „Sound of Music“- Museum

17.09.2026 um 14:17, Simone Reitmeier
min read
In Hellbrunn öffnet nun Salzburgs neues „Sound of Music“-Museum. 477 Objekte erzählen von Film, Musical und der echten Trapp-Familie.

Mehr als 60 Jahre nach dem weltweiten Kinoerfolg bekommt „The Sound of Music“ in Hellbrunn (Salzburg) sein eigenes Museum. „Endlich“ werden sich nun wohl viele Fans des Musicalfilms denken. Die große Eröffnung findet am kommenden Sonntag (20. September 2026) statt. Von 9.30 bis 18.30 Uhr und bei freiem Eintritt.

477 Objekte auf 668 Quadratmetern

Untergebracht ist das Museum im Jägerhaus, im Tierwärterhaus und in der Remise beim Schloss Hellbrunn. Auf insgesamt 668 Quadratmetern befinden sich ganze 477 Objekte. Dazu zählen Requisiten, Kinoplakate, historische Aufnahmen und Stücke aus Bühnenproduktionen. Zu sehen und zu hören sind unter anderem originale Aufzeichnungen des Musicals von 1959, Bild- und Tonmaterial von den Dreharbeiten 1964 sowie Aufnahmen von Maria von Trapp.

„Sound of Music“-Darsteller aus USA angereist

Bei der Präsentation des neuen Museums waren am Donnerstag auch drei der damaligen Kinderdarsteller des Hollywood-Klassikers in Hellbrunn zu Gast. Nicholas Hammond, Kym Karath und Duane Chase sind extra aus den USA angereist, um bei der Museumseröffnung dabei zu sein. Hammond spielte Friedrich von Trapp, Karath die jüngste Tochter Gretl und Chase den Sohn Kurt. „The Sound of Music wird für uns, die das Glück hatten, die Familie von Trapp auf der Leinwand zu spielen, immer eine ganz besondere Erfahrung bleiben. Für dieses Privileg werden wir immer dankbar sein“, kommt Nicholas Hammond ins Schwärmen.

Die Schauspieler bei der Eröffnung. Auch andere Menschen sind mit am Bild.
Peter Husty (Chefkurator), Sammler Roger Pluijm, Matthias Bergsmann (Co-Kurator), die Schauspieler Duane Chase, Kym Karath und Nicholas Hammond und Martin Hochleitner (Direktor Salzburg Museum) (v. li).

Museum auch für Einheimische gedacht

Kaum ein Film hat das Bild Salzburgs in der Welt so stark geprägt. Seit seiner Premiere 1965 wurde „The Sound of Music“ mit Julie Andrews und Christopher Plummer zum globalen Phänomen und mit fünf Oscars ausgezeichnet. Bis heute reisen jährlich hunderttausende Fans zu den Salzburger Drehorten. Ein eigenes Museum, das Film, Musical und die Geschichte der Familie von Trapp verbindet, fehlte bislang. Die neue Ausstellung richtet sich dabei nicht nur an internationale Fans, sondern auch an die Salzburger selbst, die das weltweite Phänomen aus einer neuen Perspektive kennenlernen sollen. „Damit haben wir einen weltweit einzigartigen Ort geschaffen, der sich einem Hollywood-Phänomen widmet, das auch 60 Jahre nach seiner Kinopremiere Menschen auf der ganzen Welt begeistert – und hoffentlich auch weiterhin anzieht. Zugleich erzählt diese neue Dependance des Salzburg Museum die Geschichte einer Salzburger Familie, deren Leben den Ausgangspunkt für diesen Mythos bildet“, so Chefkurator Peter Husty.

Gazebo: Film-Pavillon zum Eintauchen

Im Inneren des Museums finden Besucher auch einen interaktiven Gazebo vor. Der berühmte Pavillon, der seit 1991 im Schlosspark Hellbrunn steht, wurde nachgebaut. Mit 360-Grad-Projektionen, Surround-Sound und weiteren Effekten können Besucher dort in bekannte Filmszenen eintauchen. Auch ein interaktives „Do-Re-Mi“-Sing-along ist Teil der Ausstellung.

Der Pavillon-Nachbau von innen.
Im Pavillon-Nachbau fühlt man sich, als wäre man mitten im Film.

Riesige Fan-Sammlung zu bestaunen

Einen eigenen Raum hat die „Sound of Music“-Sammlung von Fan Roger Pluijm bekommen. Der Niederländer hat über 25 Jahre lang alles zusammengetragen, was ihm über den Film in die Finger kam. Rund 3.000 Objekte nennt er sein Eigen, für die er etwa 60.000 Euro aus eigener Tasche investierte. Das Salzburg Museum hat 2024 seine Sammlung erworben, ein großer Teil davon ist nun in Hellbrunn zu sehen.

„Echte“ Trapp-Geschichte im Fokus

Die Ausstellung erzählt aber nicht nur die Geschichte des Hollywood-Hits. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der tatsächlichen Geschichte der Familie von Trapp, die sich in mehreren Punkten deutlich von der Filmhandlung unterscheidet. So war Georg von Trapp laut den historischen Quellen kein strenger Familienpatriarch, wie er zunächst im Film dargestellt wird. Auch die berühmte Flucht über die Berge gehört nach Hollywood. Tatsächlich verließ die Familie Österreich 1938 auf legalem Weg mit dem Zug über Südtirol. Der Rundgang zeichnet den Weg von Maria von Trapps Lebenserinnerungen über die deutschsprachigen Trapp-Filme und das Broadway-Musical von 1959 bis zum Hollywood-Erfolg nach.

6,4 Millionen Euro investiert

Für die Sanierung und Adaptierung der historischen Gebäude wurden 4,6 Millionen Euro aufgewendet. Weitere 1,8 Millionen Euro flossen inklusive Rechteabgeltungen in die Ausstellung. Stadt und Land Salzburg teilen sich die Finanzierung zu gleichen Teilen. Die Bauarbeiten liefen seit Juni 2025 und wurden im Juni 2026 abgeschlossen. In den vergangenen Monaten wurde schließlich die Ausstellung eingerichtet.

Freier Eintritt bei Eröffnung

Am Eröffnungssonntag ist der Eintritt von 9.30 bis 18.30 Uhr kostenlos. Danach kostet das Ticket für Erwachsene acht Euro, Familien zahlen 16 Euro. Der ermäßigte Eintritt beträgt 4,80 Euro. Bis Ende September ist das saisonal geführte Museum täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Ab Oktober schließen die Türen um 17.30 Uhr. Die erste Saison endet am 1. November, weiter geht es am 20. März 2027.

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