Direkt zum Inhalt
Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof, der 2027 nach zehn Jahren sein Amt zurücklegt.
Salzburgs Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof tritt 2027 nach zehn Jahren an der Spitze zurück.
Salzburgs Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof tritt 2027 nach zehn Jahren an der Spitze zurück.
APA-Images / Franz Neumayr

Paukenschlag bei Salzburgs Jägern: Landesjägermeister hört auf

09.09.2026 um 14:23, Stefanie Hermann
min read
Nach zehn Jahren hört Max Mayr-Melnhof als Salzburger Landesjägermeister auf. Für seine Nachfolge gibt es bereits einen prominenten Favoriten.

Nach zehn Jahren an der Spitze ist Schluss: Max Mayr-Melnhof tritt 2027 als Salzburger Landesjägermeister zurück. Seine Entscheidung hat der oberste Vertreter der 11.812 Jägerinnen und Jäger bereits getroffen. Gleichzeitig bringt er einen prominenten Nachfolger ins Spiel: Ex-Rennfahrer und Unternehmer Markus Friesacher soll künftig die Salzburger Jägerschaft führen.

Landesjägermeister Mayr-Melnhof tritt zurück

Für Max Mayr-Melnhof endet 2027 eine zehnjährige Ära als Landesjägermeister. Der Rückzug kommt für ihn keineswegs überraschend, sondern ist von langer Hand geplant. Nach zwei Amtsperioden sei der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen.

„Zwei Perioden sind genug. Ich glaube, was einem nach zehn Jahren an Innovationen, an Neuigkeiten, an Öffentlichkeitsarbeit nicht einfällt, das fällt einem nachher auch nicht mehr ein“, erklärt Mayr-Melnhof. Sein Amt bezeichnet er als „größte Ehre“. Gleichzeitig hält er fest: „Aber man soll auch aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich habe das immer vorgehabt.“

Markus Friesacher soll Nachfolger werden

Mit seinem Rückzug stellt Mayr-Melnhof auch bei der Nachfolge die Weichen. Sein Wunschkandidat heißt Markus Friesacher. Der Salzburger ist ehemaliger Rennfahrer und Unternehmer, zudem Jäger und Landwirt. Laut Mayr-Melnhof betreibt Friesacher selbst eine große Jagd.

„Diesen Vorschlag habe ich bereits dem Vorstand der Salzburger Jägerschaft mitgeteilt. Das heißt, es ist bereits ein offizieller Vorschlag“, sagt der scheidende Landesjägermeister.

Entscheidung fällt im April 2027

Fix ist Friesachers Bestellung damit allerdings noch nicht. Die Entscheidung fällt beim 80. Landesjägertag am 24. April 2027. Rund 220 Wahlberechtigte bestimmen dort in einer Delegiertenwahl über die neue Führung. Neben dem Landesjägermeister werden auch dessen Stellvertreter und der gesamte Vorstand gewählt.

Mayr-Melnhof wünscht sich bereits im Vorfeld eine klare Einigung. Die Salzburger Jägerschaft sei stets darum bemüht gewesen, nur einen Kandidaten aufzustellen. Einstimmig müsse das Ergebnis allerdings nicht sein. „Es sollte eine Mehrheit sein“, erklärt er. Für ihn steht jedenfalls fest: „Mein Vorschlag heißt Markus Friesacher.“

Svazek bedauert Rückzug

Auch Salzburgs Jagdlandesrätin Marlene Svazek (FPÖ) reagiert auf den angekündigten Wechsel. Sie bedankt sich bei Mayr-Melnhof für die „sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“.

In den gemeinsamen Jahren sei für die Jagd „so viel weitergegangen wie noch nie in diesem Bundesland“, erklärt Svazek. Besonders das Zusammenspiel zwischen Politik, Jägerschaft und Grundeigentümern habe sich bewährt.

Bei der Nachfolge hält sich die Landesrätin jedoch heraus. Die Entscheidung darüber liegt ausschließlich bei den Jägerinnen und Jägern. Bis zum Landesjägertag bleiben Mayr-Melnhof noch einige Monate im Amt. Danach könnte mit Markus Friesacher ein prominenter Salzburger an die Spitze der Jägerschaft rücken.

more