Salzburger Powerfrauen: Katharina Ilgner rockt Stoyo Berlin

Was braucht es, um als junge Frau in Europas schnellst wachsender Agentur Stoyo Berlin und vor allem vor internationalen Topkunden bestehen zu können? Das und mehr haben wir die Salzburgerin Katharina Ilgner gefragt. Die 27-Jährige zog es nach beruflichen Stationen in New York und Salzburg vor drei Jahren nach Berlin. Dort bestimmt sie als Chief Client Officer und Chief People Office die Geschicke von Stoyo tatkräftig mit. 

Diese Frau hat mich besonders beeindruckt:

Sheryl Sandberg, eine der leider wenigen sichtbaren Top-Managerinnen weltweit und aus meiner Sicht definitiv ein Vorbild für Frauen aller Generationen. Sie ist Chief Operating Officer bei Facebook, Bestseller-Autorin und Gründerin der „Sheryl Sandberg & Dave Goldberg Family Foundation“, die sich für Gleichberechtigung und Widerstandsfähigkeit einsetzt. Sie inspiriert und motiviert Frauen, anspruchsvolle Jobs an der Spitze anzunehmen. Sandberg spricht auch offen über einen Karriereweg, der neben einer Familie möglich ist und über inneren Barrieren, wodurch Frauen oftmals Chancen verstreichen lassen.

Meine größte Herausforderung im Berufsleben:

Die alleinige Verantwortung für laufende Projekte und vor allem auch die Neukundenaquise in Europa und Amerika zu übernehmen. Das war definitiv ein Sprung ins kalte Wasser – aber so habe ich mich schnell weiterentwickelt. Bei Konzept-Präsentationen ist meist die Führungsetage präsent, nicht selten auch der CEO der Firma. Natürlich war ich anfangs nervös – und wie! Mit der richtigen Vorbereitung wurde es einfacher und nach und nach hat es mir immer mehr Spaß gemacht, andere von unseren Ideen zu überzeugen.

Das können Frauen besser als Männer:

Viele Frauen haben das Gefühl, sich erst in ihrer Rolle beweisen zu müssen und geben daher nicht 100, sondern 120 Prozent. Das führt zu extrem viel Einsatzbereitschaft, Ehrgeiz und Disziplin. Zudem zeigen viele Damen starkes Einfühlungsvermögen und Feingefühl. Aus eigener Erfahrung würde ich das aber nicht verallgemeinern. Unser Management-Team besteht aus zwei Männern und mir. Es wird nicht anhand des Geschlechts, sondern anhand von individuellen Stärken entschieden, wer welche Tätigkeiten und Verantwortungen übernimmt.

Katharina Ilgner |Credit: Katharina Ilgner

Darum ist es toll, heutzutage eine Frau zu sein:

Weil es bereits weibliche „Role Models“ und den Beweis dafür gibt, dass Frauen in der Führungsebene Großartiges leisten können. Das inspiriert, motiviert und ermutigt dazu, Herausforderungen anzunehmen und an sich zu glauben. Diese Frauen zeigen eindeutig auf, dass ein Unternehmen besser funktioniert, wenn Gleichberechtigung herrscht und ein ausgewogener Mix an Männern und Frauen zum Erfolg führt.

Das sind meine typisch „weiblichen“ Eigenschaften:

Wenn ich an typisch weibliche Eigenschaften denke, fallen mir Mitgefühl, Verständnis und Herzlichkeit ein. Frauen unterschätzen aber leider auch gerne ihre Fähigkeiten und haben ein geringeres Selbstvertrauen. In Verhandlungen sind sie daher schlechter dran als Männer. Ich denke, ich habe all diese Eigenschaften in einer gewissen Art und Weise.

Mein Karriere-Tipp für Mädchen und junge Frauen:

Challenge dich selbst, ergreife neue Chancen und gehe der Tätigkeit nach, die dir Spaß macht! Mit der richtigen Motivation spornt ihr nicht nur euch selbst an, sondern auch eure Mitmenschen. Das wiederum führt zu einer schnelleren Weiterentwicklung und besseren Leistung.

Das können Frauen von Männern lernen:

Männer gehen mit mehr Selbstverständlichkeit, Sicherheit und Selbstbewusstsein in Verhandlungen. Hier können wir noch einiges lernen.

Autor: Sandra Eder, 08.03.2021