Gülle-Alarm: Badegäste klagen über Durchfall und Erbrechen
- Unwetter spült Gülle in den Almkanal
- Badegäste berichten von Güllegeruch
- Almkanal kein offizielles Badegewässer
- Baden erfolgt auf eigene Gefahr
Baden im Almkanal in Salzburg sorgt derzeit für gesundheitliche Probleme: Seit rund einer Woche klagen mehrere Badegäste über Durchfall und Erbrechen. Bisher sind gut ein Dutzend Kinder und Erwachsene betroffen. Als Ursache gilt Gülle, die nach einem Unwetter in das Gewässer gespült worden sein dürfte.
Unwetter spült Gülle in den Almkanal
Nach starken Regenfällen in der vergangenen Woche ist Gülle von umliegenden Feldern in den Almkanal gelangt. Die Keimbelastung im Wasser ist dadurch kurzfristig deutlich angestiegen. Solche Einträge können bei Gewittern auftreten, wenn Gewässer durch landwirtschaftlich genutzte Gebiete führen.
Badegäste berichten von Güllegeruch
Betroffene berichten, dass bereits beim Baden ein auffälliger Güllegeruch wahrnehmbar gewesen ist. „Beim Reinspringen ist uns gleich der Güllegeruch aufgefallen. Wir sind dann nach Hause und haben alles abgeduscht. Am nächsten Tag begannen Übelkeit und Erbrechen beim kleineren Sohn und dann beim größeren, ehe es auch die Erwachsenen erwischte“, schildert ein Anwohner gegenüber dem ORF Salzburg.
Almkanal kein offizielles Badegewässer
Der Almkanal ist kein behördlich freigegebenes Badegewässer, sondern ein Wirtschaftsgewässer, das durch landwirtschaftlich genutzte Flächen verläuft. Bei Niederschlägen können dementsprechend Substanzen in die Alm gespült werden.
Das Schwimmen im Almkanal wird von der Almgenossenschaft lediglich geduldet und erfolgt auf eigene Gefahr. Neben möglichen Verunreinigungen gelten auch starke Strömung, eiskaltes Wasser sowie Schrott und Glasscherben am Grund als Risiken.
Baden erfolgt auf eigene Gefahr
Die Betreiber betonen, dass der Badebetrieb nicht überwacht wird. Wer im Almkanal badet, trägt das Risiko selbst – insbesondere nach Unwettern, wenn sich die Wasserqualität kurzfristig verschlechtern kann.