Österreichische Meisterschaft: EKZ holt Titel
Inhalt
- Blitzstart der Salzburger
- Penalty als Wendepunkt
- Abwehrschlacht im Schlussdrittel
- „Wir haben es uns verdient“
Die EK Zeller Eisbären sind österreichischer Meister 2025/26. In einem hochdramatischen Finale in der Volksgartenarena Salzburg dreht das Team ein frühes 0:2 gegen die Red Bull Hockey Juniors und krönt sich nach einem leidenschaftlichen Kraftakt zum Champion.
Mehrere Hundert mitgereiste Fans verwandelten die Arena in eine blau-gelbe Festung und wurden Zeugen eines wahren Hockey-Thrillers.
Blitzstart der Salzburger
Wie schon im Hinspiel erwischten die Hausherren den besseren Start. Nach wenigen Sekunden schlug es erstmals im Kasten der Eisbären ein. Kurz darauf erhöhte Schuster auf 2:0. Salzburg agierte druckvoll, schnell auf den Kufen und körperlich präsent.
Zell am See hatte zwar einzelne Ausgleichsmöglichkeiten, doch insgesamt war die Führung nach dem ersten Drittel verdient. Torhüter Alexander Schmidt verhinderte mit mehreren starken Paraden einen noch höheren Rückstand.
Penalty als Wendepunkt
Auch das zweite Drittel begann denkbar ungünstig. Ein Penalty für Salzburg hätte die Partie früh entscheiden können, doch Schmidt parierte und hielt sein Team im Spiel.
Was danach folgte, war die Wende. Die Eisbären übernahmen Schritt für Schritt die Kontrolle. Rappold verkürzte mit einem sehenswerten Treffer auf 1:2. Plötzlich war Energie im Spiel der Pinzgauer spürbar.
Im Powerplay sorgte Zauner für den Ausgleich, 2:2. Die mitgereisten Fans tobten. Kurz vor Drittelende nahm Verteidiger Kele Steffler Maß und hämmerte die Scheibe mit einem Schlagschuss ins Kreuzeck. 3:2 für Zell, das Spiel war komplett gedreht.
Abwehrschlacht im Schlussdrittel
Im dritten Abschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Salzburg drängte auf den Ausgleich, doch die Eisbären verteidigten mit Leidenschaft und Disziplin.
Immer wieder war es Schmidt, der zur Stelle war. Die Hockey Juniors erhöhten in der Schlussphase den Druck, nahmen den Torhüter vom Eis, doch Christian Jennes setzte mit einem Empty-Net-Treffer zum 4:2 den Schlusspunkt. Mit der Schlusssirene brachen alle Dämme. Spieler, Betreuer und Fans feierten ausgelassen den Titel.
„Wir haben es uns verdient“
Headcoach Marcel Rodman zeigte sich nach der Partie stolz: „Es war ein wirklich hartes Spiel. Salzburg war im ersten Drittel extrem stark. Ich bin froh, dass wir nur zwei Tore hinten lagen. Im zweiten Drittel haben wir zu unserem Spiel gefunden. Leidenschaft, Wille und Zusammenhalt – das war heute entscheidend. Jeder hat gekämpft, und deshalb haben wir es uns verdient.“