So trainiert die Cobra für den Ernstfall

Um für heikle Spezialeinsätze bestmöglich gerüstet zu sein, nutzt das Einsatzkommando Cobra immer wieder leerstehende Gebäude, um unter möglichst realen Umständen zu trainieren. So derzeit auch im alten und natürlich unbewohnten Seniorenwohnheim in Golling, das die Salzburg Wohnbau kürzlich von der Gemeinde erworben hat. Dort herrschen optimale Trainingsbedingungen, da das Gebäude demnächst abgerissen wird – so können auch Farbmarkierungswaffen und technische Hilfsmittel eingesetzt werden. „Wir kooperieren in diesem Bereich schon länger mit der Cobra, denn es ist eine sehr wichtige Spezialeinheit im Dienste unserer Sicherheit“, informiert Thomas Maierhofer, Prokurist der Salzburg Wohnbau. Auch das ehemalige Reisinger-Areal in Hallein sowie die leere, alte Vorschule in Anif werden in Zukunft als Cobra-Übungsgelände dienen.

3.000 Cobra-Einsätze

„Die Cobra“ – wie das Einsatzkommando umgangssprachlich genannt wird – ist die wichtigste polizeiliche Sondereinheit in Österreich. Der Hauptsitz ist in Wiener Neustadt, in Salzburg, Klagenfurt und Feldkirch befinden sich Außenstellen. Weitere Standorte sind in Wien, Graz, Linz und Innsbruck. Die Aufgabenbereiche der Spezialeinsatzkräfte reichen von der täglichen Unterstützung der Polizeidienststellen beim Einschreiten gegen gefährliche, meist bewaffnete Täter über Personenschutzdienste und Air-Marshal-Einsätze bis hin zu klassischen Antiterroraufgaben wie Geisellagen und Festnahmen von Schwerkriminellen sowie Terroristen. Mehr als 3.000 Einsätze verzeichnete das Einsatzkommando Cobra etwa im Vorjahr.

Autor: Simone Reitmeier , 20.08.2020