Direkt zum Inhalt
Bauernhof: Rund 130 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen den Großbrand in St. Koloman.
Rund 130 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen den Großbrand in St. Koloman.
Rund 130 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen den Großbrand in St. Koloman.
Michael Derrer Fuchs/Shutterstock.com

„Brand aus“: Bauernhof in St. Koloman zerstört

19.08.2026 um 08:40, Yunus Emre Kurt
min read
Nach stundenlangem Großeinsatz konnte die Feuerwehr in St. Koloman „Brand aus“ geben. Stall, Heulager und altes Bauernhaus wurden komplett zerstört.

Stundenlang kämpften rund 130 Einsatzkräfte, wie berichtet, gegen einen verheerenden Bauernhofbrand in St. Koloman. Am frühen Dienstagnachmittag kam schließlich die erlösende Nachricht: „Brand aus“. Das Feuer hinterließ im Ortsteil Taugl allerdings enorme Schäden. Der Stall, das Heulager und das alte Bauernhaus wurden vollständig zerstört. Für die betroffene Familie gibt es dennoch eine wichtige gute Nachricht: Ihr neues Wohnhaus blieb weitgehend verschont und kann weiterhin bewohnt werden.

Nach Stunden heißt es endlich „Brand aus“

Seit den frühen Morgenstunden am Dienstag waren die Feuerwehren im Tennengau im Großeinsatz. Im St. Kolomaner Ortsteil Taugl standen ein altes Wohngebäude und ein angrenzender Stall in Vollbrand. Rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren St. Koloman, Bad Vigaun, Hallein und Oberalm kämpften gegen die Flammen. Auch das Rote Kreuz und die Polizei waren vor Ort.

Erst gegen 13.30 Uhr konnte der Einsatzleitung zufolge schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Danach begannen umfangreiche Aufräum- und Nachlöscharbeiten. Die Feuerwehr musste weiterhin darauf achten, dass sich keine versteckten Glutnester erneut entzünden.

Stall und altes Bauernhaus komplett zerstört

Das Ausmaß der Zerstörung ist groß. Laut Ortsfeuerwehrkommandant Robert Weiß wurden der Stall, das Heulager und das alte Bauernhaus vollständig ein Raub der Flammen. An diesen Gebäudeteilen konnte nichts mehr gerettet werden.

Deutlich glimpflicher kam das neuere Wohnhaus davon, in dem die Familie bereits vor dem Brand lebte. Durch die enorme Hitze gingen zwar mehrere Fenster zu Bruch, größere Schäden am Gebäude blieben jedoch aus. Die Bewohner müssen deshalb nicht umgesiedelt werden und können weiterhin in ihrem Zuhause bleiben.

Auch Menschen und Tiere kamen nach Angaben der Einsatzkräfte nicht zu Schaden. Angesichts der Dimension des Feuers ist das wohl die wichtigste Nachricht nach dem stundenlangen Einsatz.

Pools und Güllefässer liefern Löschwasser

Besonders schwierig gestaltete sich während des Einsatzes die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. Feuerwehrkommandant Weiß sprach von einem massiven Wasserproblem. Um die enormen Mengen bereitzustellen, mussten mehrere Löschwasserbehälter eingesetzt werden.

Zusätzlich griffen die Einsatzkräfte auf ungewöhnliche Reserven zurück: Zwei bis drei private Swimmingpools wurden ausgepumpt, um genügend Wasser an die Brandstelle zu bringen. Unterstützung kam dabei praktisch aus dem gesamten Ort.

Mehrere Landwirte rückten mit Traktoren und Güllefässern an und transportierten im Pendelverkehr Wasser zur Einsatzstelle. Fünf Bauern waren zeitweise gleichzeitig damit beschäftigt, die Löschwasserbehälter der Feuerwehr wieder aufzufüllen.

Auch schwere Maschinen waren notwendig. Um versteckte Glutnester erreichen zu können, wurde das Dach des betroffenen Gebäudes abgetragen. Mit einem Bagger räumten die Helfer zusätzlich den Heustock aus.

Flammen bedrohen angrenzenden Wald

Zwischenzeitlich wurde die Situation noch einmal besonders kritisch. Die Flammen drohten auf ein angrenzendes Waldstück überzugreifen. Aus diesem Grund wurde kurzfristig Alarmstufe 3 ausgelöst und zusätzliche Kräfte wurden in Bereitschaft versetzt.

Ein Übergreifen des Feuers auf eine größere Waldfläche konnte letztlich verhindert werden. Die Brandursache ist weiterhin unklar und muss nun von den zuständigen Ermittlern geklärt werden.

more