Großprojekt: So soll Salzburgs Zentrum künftig aussehen
Inhalt
- Fokus auf Menschen statt Verkehr
- Mehr Grün und neue Aufenthaltsräume
- Vier Plätze werden verbunden
- Wettbewerb mit internationaler Beteiligung
- Umsetzung in mehreren Jahren
Salzburg investiert in Stadtumbau: Die Begegnungszone zwischen Neutor und Museumsplatz in Salzburg wird neu gestaltet und zwar nach den Plänen eines slowenischen Architekturbüros. Das Büro Ravnikar Potokar aus Ljubljana konnte sich im europaweiten Wettbewerb durchsetzen und die Jury einstimmig überzeugen. Ausschlaggebend war vor allem die sensible Herangehensweise an den historischen Stadtraum.
Fokus auf Menschen statt Verkehr
Im Zentrum des Projekts steht eine klare Vision: weniger Verkehr, mehr Lebensqualität. Die Altstadt soll künftig stärker den Menschen gehören, nicht dem Durchzugsverkehr. Geplant ist eine sogenannte „Shared Space“-Zone, in der sich Fußgänger, Radfahrer und öffentlicher Verkehr den Raum teilen. Hochwertige Materialien wie Granitpflaster sollen für ein einheitliches Erscheinungsbild sorgen.
„Mehr Platz zum Gehen, mehr Aufenthaltsorte und mehr Grün“, beschreibt Planungsstadträtin Anna Schiester die Ziele des Projekts.
Mehr Grün und neue Aufenthaltsräume
Ein wichtiger Bestandteil der Neugestaltung ist die Begrünung. Neue Bäume und sogenannte Schwammstadt-Elemente sollen das Mikroklima verbessern und die Altstadt auch im Sommer angenehmer machen. Zusätzlich entstehen neue Sitzgelegenheiten, Begegnungszonen und künstlerische Elemente. Auch Kinder werden erstmals gezielt berücksichtigt, mit Spielskulpturen und interaktiven Angeboten.
Vier Plätze werden verbunden
Das Projekt umfasst rund 12.000 Quadratmeter und verbindet mehrere zentrale Plätze der Altstadt miteinander. Darunter der Herbert-von-Karajan-Platz, der Bürgerspitalplatz, der Anton-Neumayr-Platz und der Museumsplatz. Ziel ist ein zusammenhängender Stadtraum, der sowohl funktional als auch atmosphärisch überzeugt.
Wettbewerb mit internationaler Beteiligung
Der Wettbewerb war europaweit ausgeschrieben. Insgesamt 38 Teams hatten sich beworben, zwölf davon wurden in die engere Auswahl aufgenommen. Am Ende setzte sich das Projekt aus Ljubljana durch, laut Jury vor allem wegen seiner „feinfühligen und gleichzeitig klaren gestalterischen Haltung“.
Umsetzung in mehreren Jahren
Ganz schnell wird die neue Altstadt allerdings nicht Realität. Die Kosten werden aktuell mit rund 12,8 Millionen Euro beziffert. Ein Baubeginn ist frühestens für 2027 oder 2028 geplant, die Fertigstellung könnte bis 2030 dauern.
Für die Stadt Salzburg ist das Projekt ein wichtiger Meilenstein. Ziel ist es, den Verkehr deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. „Die Altstadt soll ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält – nicht nur durchfährt“, so Schiester.