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Drei Polizeiautos.
Die Polizei hat bei Werner Beutelmeyer 19 Waffen sichergestellt.
Die Polizei hat bei Werner Beutelmeyer 19 Waffen sichergestellt.
iStock.com/Spitzt-Foto

Werner Beutelmeyer: Polizei stürmt Grundstück

04.04.2026 um 10:35, Simone Reitmeier
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Linz: 19 Waffen bei Meinungsforscher Werner Beutelmeyer sichergestellt. Die Polizei sieht eine Gefährdung, der 66-Jährige spricht von falschen Vorwürfen.

Donnerstagfrüh wurde das Grundstück eines 66-Jährigen in Linz gestürmt, der dort gemeinsam mit seinen minderjährigen Söhnen Schießübungen durchgeführt haben soll, berichtete die Polizei. Wie die Kronen Zeitung nun berichtet, handelt es sich um den Promi-Meinungsforscher Werner Beutelmeyer (Market).

Mehrere Personen gefährdet

Wie aus einer Meldung der Polizei hervorgeht, sind durch das Schießen auf Zielscheiben auf dem nicht eingezäunten Grundstück mehrere Personen gefährdet worden. Nicht nur die Nachbarschaft, sondern auch Straßenverkehrsteilnehmer sowie Wanderer. Eine Person sei unmittelbar in Gefahr gewesen, da sie sich direkt hinter einem Erdhaufen befand, der als rudimentärer Kugelfang diente. Besonders brisant: Beutelmeyer habe auch seinen minderjährigen Söhnen die Waffen überlassen, sodass diese ebenfalls Schießübungen durchführen konnten.

19 Waffen abgenommen

Am Morgen des 2. April 2026 wurde gegen den 66-Jährigen ein behördliches Waffenverbot verhängt. Die Polizei hat ihm 19 Schusswaffen, rund 1.000 Patronen, seine Waffenbesitzkarte und seinen europäischen Feuerwaffenpass abgenommen.

Werner Beutelmeyer: "Völliger Unsinn"

Gegenüber der Krone stellt Beutelmeyer klar: „Ich war und bin überrascht und werde den behördlichen Bescheid anfechten, habe bereits meine Rechtsanwälte damit beauftragt.“ Er sei seit 26 Jahren Jäger, habe zwei Jagden und lebe in Alleinlage. Die Vorwürfe seien „völliger Unsinn“. Er selbst vermute eine Intrige aufgrund eines seit Jahrzehnten laufenden Nachbarschaftsstreits.

Waffen nicht sicher verwahrt

Außerdem hat die Exekutive festgestellt, dass die Waffen nicht sicher verwahrt waren. Die Schlüssel zu den Waffenkästen seien frei zugänglich aufbewahrt worden. Der Linzer wird bei der Staatsanwaltschaft Linz wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

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