OÖ: Völlig abstruse Fake News über Impfstoff in Trinkwasser

Regenschirme und Stiefel im Herbst sind ja grundsätzlich nicht unvernünftig. Dass diese aber als Schutz vor ungewollten Impfungen herhalten sollen, ist derart absurd, dass man nur mehr den Kopf schütteln möchte. Rund um die Corona-Demos in unserem Land wurden aber genau solche Falschmeldungen verbreitet: Hubschrauber würden Impfstoff versprühen und unter den Kanaldeckeln sollen sich Mitarbeiter der Stadt Wien befinden, die wie ein Vampir darauf warten, in die Waden zu beißen ... äh ... zu stechen. Mit Schirm, Charme und Stiefel sei man aber davor geschützt.

Dem nicht genug, gibt's jetzt Fake-News-Nachschlag: In einem aktuellen Fall kursieren in sozialen Medien und Messenger-Diensten Aussagen, wonach das oberösterreichische Trinkwasser mit einem Impfstoff gegen das Corona-Virus versetzt sein soll.

Der für Wasserwirtschaft zuständige Landesrat Stefan Kaineder hätte wohl auch nicht gedacht, dass er jemals auf so abstruse Verschwörungstheorien reagieren muss. In einer Presseaussendung stellt er aber nun klar, dass das oberösterreichische Trinkwasser allerhöchster Qualität entspricht und man dabei von einem der meist kontrollierten Lebensmittel sprechen kann: „Unser Trinkwasser wird von mehreren unabhängigen Untersuchungsinstitutionen sowie dem Landeslabor in einem Gesamtumfang von mehreren tausenden Proben pro Jahr über das gesamte Bundesland verteilt untersucht.“

Die von Impfgegnern verbreiteten Fake News über unser Trinkwasser sind äußerst abstrus, an den Haaren herbeigezogen und auf das Schärfste zurückzuweisen. – Landesrat Stefan Kaineder

Damit werde Unsicherheit erzeugt, die die Bevölkerung weiter spalten solle und das Misstrauen gegen staatliche Institutionen befeuere, so Kaineder weiter. Abschließend betont er: „Gerade in Zeiten, in denen so viele Falschmeldungen kursieren, ist es wichtig, sich bei seriösen Medien zu informieren und ungesicherte Informationen kritisch zu hinterfragen.“

Autor: Conny Engl, 23.11.2021