Nachhaltiger Paketversand: „Grüne Verpackung“ soll Müll reduzieren

Autor: Conny Engl, 05.11.2021 um 10:58 Uhr

Mehr als 18 Millionen Pakete hat die Post AG den Österreichern alleine im Dezember 2020 zugestellt. Gerade vor Weihnachten haben nicht nur die Zusteller alle Hände voll zu tun, sondern auch die Papiercontainer sind gerappelt voll.

Schon länger forscht die Post AG an nachhaltigen Verpackungslösungen für den Paketversand. Zusammen mit der Fachhochschule Oberösterreich haben sie nun die „Grüne Verpackung“ vorgestellt. Das Pilotprojekt startet im Februar 2022 mit den Partnern DM, Thalia, Interspar Weinwelt, Intersport und Tchibo.

So funktioniert's

Die teilnehmenden Handelsunternehmen wickeln Online-Bestellungen wie gewohnt ab und verschicken die Waren in wiederverwendbaren Verpackungen mit der Post. Die Empfänger falten die Verpackungen zusammen - eine Anleitung dazu ist aufgedruckt oder beigelegt - und retournieren diese wieder an die Post, entweder über Briefkästen, Post-Geschäftsstellen, SB-Zonen oder Zusteller.

Vier Verpackungen

Für den Test wurden vier Arten von Verpackungen ausgewählt:

  • Re-Zip Boxen aus Karton mit einer Lebensdauer von fünf bis zehn Zyklen. In Dänemark bereits erprobt.
  • Re-Zip Bags aus beschichtetem Holzfaserstoff: Sie eignen sich optimal für den Versand von Textilien und vermeiden Plastik (Polybags). Lebendauer: zehn bis 30 Zyklen.
  • Packoorang Bags aus recyceltem PET: Diese sind durch Polsterung auch für zerbrechliche Güter geeignet, Lebensdauer: 50 bis 100 Zyklen.
  • Returnity Weinboxen aus recyceltem PET: Dabei handelt es sich um faltbare Taschen mit Einlage für bis zu sechs Flaschen, Lebensdauer: 100 bis 125 Zyklen.

Die CO2-neutrale Zustellung der Post trägt zusätzlich zur Nachhaltigkeitsbilanz bei.