Müllsünder: Zu geringe Strafen?

Irritation Nr. 1: Während eines Spazierganges durch ein Naherholungsgebiet. Am Wegrand: Plastikflaschen, FFP2-Masken, zerknüllte Zigarettenschachteln, ein Gummihandschuh, Planenreste, Getränkedosen und Burgerschachteln. Irritation Nr. 2: „Raver“ (neudeutsch für Nachtschwärmer) versauen jedes Wochenende öffentliche Plätze - ungestraft. Man fragt sich, warum diese Müllferkel mit Samthandschuhen angefasst werden. Eine Verdonnerung zu mehreren organisierten Flurreinigungen oder einer Geldstrafe, die man sich merkt, sind das Mindeste, worüber man diskutieren müsste. Und auch darüber, wie eine Stadtwache in die Organisation solcher Säuberungsaktionen eingebunden werden könnte.

Irritation Nr. 3: Zwei Oberösterreicher werden wegen im Grünen hinterlassener Bierdosen zu je 450 Euro Strafe verurteilt. In den USA heißt das „Littering“ und hat schon vor 40 Jahren 1000 Dollar gekostet. Das Austro-Exempel hält nicht lange. Ein Höchstrichter wandelt die Strafen in Ermahnungen um. Was in seinem Kopf vorgegangen ist, weiß man nicht. Warum man von Umweltministerin Gewessler nichts dazu hört, ahnt man: Sie muss Pläne wälzen, wie man Pendler bestraft, die wegen ihres schmalen Budgets gezwungen sind, einen Verbrenner zu  fahren.

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Müllsünder Linz

Schritt №529296

Sind Strafen für Müllsünder zu gering?

Autor: Gerhard Gall, 12.07.2021