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Handschellen als Symbolbild für die Festnahme wegen Menschenhandels
Düsteres Familiengeheimnis im Innviertel: Ein Sohn und sein Vater sollen Frauen aus Bulgarien wie Ware behandelt und zur Prostitution gezwungen haben.
Düsteres Familiengeheimnis im Innviertel: Ein Sohn und sein Vater sollen Frauen aus Bulgarien wie Ware behandelt und zur Prostitution gezwungen haben.
Brian A Jackson/Shutterstock

Menschenhandel: Vater und Sohn als Zuhälterbande

15.04.2026 um 12:47, Marcel Toifl
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Schwerer Verdacht auf Menschenhandel im Innviertel: Ein Vater und sein Sohn sollen Frauen aus Bulgarien zur Prostitution gezwungen und ausgebeutet haben.

Ein schockierender Fall von organisiertem Menschenhandel erschüttert das Innviertel. Nach mehrmonatigen Ermittlungen konnten Beamte des Bezirkes Braunau ein bulgarisches Duo ausforschen: Ein 41-jähriger Mann und sein 71-jähriger Vater stehen im dringenden Verdacht, mindestens acht Frauen systematisch ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen zu haben. Gemeinsam mit seinem Sohn soll der ältere Beschuldigte die Opfer unter falschen Versprechungen nach Österreich gelockt haben.

Vater und Sohn: Die Rollenverteilung beim Prostitutionshandel

Die Ermittler des koordinierten Kriminaldienstes zeichnen ein düsteres Bild der Zusammenarbeit zwischen dem 41-jährigen Bulgaren und seinem 71-jährigen Vater. Während der Sohn als Haupttäter agierte, soll der Vater als Beitragstäter fungiert haben, um Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren von Bulgarien nach Österreich zu bringen. Die kriminellen Machenschaften im Bereich Menschenhandel sollen bereits seit mindestens 2024 im Gange sein.

Tatort Innviertel: Druck und Einschüchterung in Rotlichtlokalen

Die betroffenen Frauen wurden laut Polizei in verschiedenen Etablissements im Innviertel sowie in Wohnungen im angrenzenden Niederbayern zur Sexarbeit gezwungen. Der als Sohn identifizierte Hauptbeschuldigte soll dabei ein System der totalen Kontrolle etabliert haben. Der 41-Jährige soll durch einschüchterndes Auftreten und kontrollierendes Verhalten massiven Druck auf die Frauen ausgeübt haben.

Zusammenarbeit mit Bulgarien: Acht Opfer identifiziert

Dank einer engen Kooperation mit den bulgarischen Behörden konnten bisher acht potenzielle Opfer ausfindig gemacht werden. Die Frauen glaubten oft an eine bessere Zukunft, fanden sich jedoch in einem System aus Menschenhandel wieder, das vom Sohn und seinem Vater im Innviertel betrieben wurde. Die Ermittlungen sind nach wie vor im Gange, um das volle Ausmaß des Netzwerks zu klären.

Schwere Vorwürfe: Zuhälterei und illegale Drogengeschäfte

Neben dem Vorwurf des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels werden dem Duo auch Suchtmitteldelikte zur Last gelegt. Der Sohn soll versucht haben, mindestens ein Kilogramm Marihuana zu verkaufen. Die Staatsanwaltschaft Ried im Innviertel hat die Anzeige bereits übernommen. Während der 71-jährige Vater ausgeforscht wurde, ist der aktuelle Aufenthaltsort des 41-Jährigen derzeit noch unbekannt. Im Falle einer Verurteilung wegen Menschenhandel drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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