Leute immer aggressiver: Linz macht beide Rathäuser sicherer

Die Stadt Linz setzt neue Maßnahmen für den Schutz ihrer Mitarbeiter. Unter anderem wird das Neue Rathaus mit Sicherheits-Schleusen beim Haupteingang ausgestattet. Grund dafür sind diverse Vorkommnisse – zum Teil im Zuge von Corona-Demos –, die sich in den letzten Monaten häuften.
Autor: Conny Engl, 28.03.2022 um 13:07 Uhr

Erst Mitte März wurde Bürgermeister Klaus Luger beim Betreten des Alten Rathauses von einem betrunkenen Mann attackiert. Im Zuge von Demonstrationen haben Corona-Maßnahmengegner im Winter mehrfach versucht, in die beiden Linzer Rathäuser zu gelangen. Und auch im normalen Parteienverkehr ist in den vergangenen Monaten eine zunehmende Konflikt- und Gewaltbereitschaft gegenüber den Magistrats-Mitarbeitern festzustellen, erzählt Stadtchef Klaus Luger heute bei einer Pressekonferenz.

Neues Sicherheitskonzept

In enger Abstimmung mit der Polizei wurde deshalb nun ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll:

Das Neue Rathaus mit seinen 17 Ein- und Ausgängen wird für Bürger künftig nur mehr über zwei zentrale Eingänge betretbar sein: über den derzeitigen Haupteingang und die Tiefgarage. Bei beiden Eingängen werden Sicherheits-Schleusen mit Gepäcks-Scanner installiert, wie es etwa in Gerichtsgebäuden seit Längerem üblich ist.

Im Alten Rathaus am Linzer Hauptplatz, mit vergleichweise geringem Parteienverkehr, wird der Eingangsbereich umgebaut. Die Portiers-Loge wird so positioniert, dass Besucher mit Termin direkt empfangen und weitergeleitet werden können.

Die 75.000 Euro teuren Umbauarbeiten im Alten Rahaus sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Bis Ende des Jahres dauert der Umbau im Neuen Rathaus, Kostenpunkt: 100.000 Euro.