Kommentar: Und wann folgen endlich Taten?

Gerhard Gall über Politiker und deren Versprechen.
Autor: Gerhard Gall, 28.03.2022 um 14:27 Uhr

Immer, wenn ein neuer Politiker antritt, erwartet man die Verbesserung nervtötender Zustände. Obwohl der gelernte Österreicher genau weiß, dass der großspurigen Politwichtigtuerei zu Wahlzeiten nur selten Bedeutendes auf dem Fuß folgt. Wie etwa im Linzer Verkehrsgeschehen. Auf diesem Feld ist mit dem FP-Mann Michael Raml der Vertreter einer Partei am Ruder, die dereinst „Freie Fahrt für freie Bürger“ brüllte, unter derer Federführerschaft aber seit Jahren durch jede Mickymaus-Baustelle oder während jeder Schwurblerdemo der Verkehr völlig zusammenbricht.

Ein weiteres Beispiel, wie komatös Politik sein kann, sind die nicht abzustellenden Exzesse auf einem Rastplatz am Pichlinger See, der für die Treffen des „fahrenden Volkes“ eingerichtet wurde um letztere vom Wildcampen abzuhalten. Ergebnis: Versaute Toiletten, Müllberge, jede Menge Ärger und Beschwerden. Jahr für Jahr. Plus – erst letztens passiert – eine Messerstecherei zwischen verfehdeten Roma/Sinti-Clans. Der Gipfelpunkt: 08/15-Blabla in einer Tageszeitung mit dem Resümee: „Wir werden die Situation beobachten!“ Genau deshalb geht nichts weiter: Beobachten bringt keine Besserung. Beobachten ist wie Hände in den Schoß legen. „Wir werden massiv einschreiten, empfindlich strafen!“– so hätte es heißen müssen. Also: Lassen Sie endlich Ihre Stadtwache von der Kette, Herr Raml!