Klimaschutz: Oberösterreicher siegen in Sachen wenig fliegen

In Österreich gibt es deutlich mehr Nichtflieger als Vielflieger macht der Verkehrsclub Österreich aufmerksam. Im Vergleich zum Österreich-Schnitt bleibt Oberösterreich nochmal mehr am Boden, so das Ergebnis einer aktuellen market-Umfrage im Auftrag des VCÖ.
Autor: Conny Engl, 04.11.2021 um 14:17 Uhr

Rund ein Drittel der Oberösterreicher steigt nie in einen Flieger ein, etwas mehr als die Hälfte nur einmal im Jahr oder seltener. Hingegen sind 14 Prozent häufig mit dem Flugzeug unterwegs, was verglichen mit dem Österreich-Schnitt von 18 Prozent deutlich weniger ist.

Videokonferenzen

Corona hatte positive Auswirkungen – vor allem aufs Klima: So wurden Besprechungen etwa digitaler. Genau von diesem Zug sollte man jetzt aber nicht abspringen, denn bei Vielfliegenden in Österreich handelt es sich in erster Linie um Geschäftsflüge. Der VCÖ sieht daher die Unternehmen gefordert, Dienstflüge verstärkt mit Videokonferenzen oder, wenn möglich, durch Bahnreisen zu ersetzen.

Schlechte Klimabilanz

Wie schlecht die Klimabilanz von Flugreisen ist, zeigen Zahlen vom Umweltbundesamt: Internationale Flüge mit 395 Kilogramm pro 1.000 Personenkilometer verursachen rund acht Mal so viele Treibhausgase wie ein Reisebus. Besonders klimaschädlich sind Indlandsflüge: Mit 965 Kilogramm Treibhausgase pro 1.000 Personenkilometer verursachen sie 76 Mal so viele Treibhausgase wie die Gahn in Österreich, verdeutlicht der VCÖ.

EU ebenfalls gefordert

Gefordert sieht der Verkehrsclub Österreich aber auch die Politik in Europa: „Die EU muss endlich die Steuerprivilegien für den Klimasünder Flugverkehr beenden.“ Außerdem solle jede EU-Hauptstadt und jede größtere Stadt in der EU künftig sehr gut mit der Bahn erreichbar sein.