Kinderbetreuung im Lockdown: AK fordert Rückzahlung der Elternbeiträge

Obwohl im aktuellen Lockdown viele Kinder zuhause betreut werden, müssen Eltern in Oberösterreich weiterhin die Beiträge für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen bezahlen. Die Arbeiterkammer fordert das Land Oberösterreich auf, dafür aufzukommen.
Autor: Conny Engl, 09.12.2021 um 10:17 Uhr

Grundsätzlich sind hierzulande alle Kinderbildungs- und betreuungeinrichtungen trotz Lockdown geöffnet. Dennoch appellierten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander an alle Eltern, ihre Kinder wenn möglich zuhause zu lassen.

In Oberösterreich, wo der vierte Lockdown bis 17. Dezember gilt – eine Woche länger als in den anderen Bundesländern –, bedeutet das für viele Kinder in Summe vier Wochen zuhause lernen. Dennoch wurden Anfang des Monats Dezember allen Eltern die Elternbeiträge per Bankeinzug vom Konto abgebucht – auch denjenigen, die ihre Kinder derzeit zuhause betreuen. Ein Umstand, der laut AK-Präsident Andreas Stangl dringend geändert werden muss: „Die betroffenen Eltern dürfen unter keinen Umständen für Leistungen zur Kasse gebeten werden, die sie aufgrund des Lockdowns nicht in Anspruch nehmen können.“

Die Beiträge dürfen laut Stangl aber auch nicht an den einzelnen Gemeinden hängen bleiben, denn „diese müssen ihre Einrichtungen finanzieren und können sich keine finanziellen Ausfälle leisten.“ Der Arbeiterkammer-Präsident fordert deshalb das Land Oberösterreich auf, die Beiträge für alle Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie für Tageseltern zu übernehmen.

Die Belastungen durch Kinderbetreuung und Home-Schooling waren in den vergangenen zwei Jahren ohnehin enorm, da dürfen berufstätige Eltern jetzt nicht auch noch zusätzlich draufzahlen müssen. – AK-Präsident Andreas Stangl