Linz: Keine Förderung von grüner Ministerin für E-Busse

Die Landeshauptstadt ist ein Stau-Hotspot, der österreichweit seinesgleichen sucht. Zu den vokswirtschaftlichen Millionenschäden wogt die Klimadebatte hoch. Zusätzlich werden eine Reihe von Wohnbauprojekten vor allem im Süden der Stadt eine Verschärfung der Situation heraufbeschwören, wenn man nicht mit entsprechenden innovativen und klimafreundlichen Konzepten dagegenwirkt. Daran herrscht kein Mangel. Sei es das einzigartige Projekt einer Stadseilbahn oder eine Öffi-Offensive zur Stärkung des Wirtschaftsstandeortes und zur Erhaltung der Lebensqualität. Dieses Mega-Projekt beinhaltet auch ein massives Bekenntnis zur E-Mobility. Zu den wichtigsten Ausbauplänen der Linz AG Linien zählen unter anderem die direkten öffentlichen Verkehrsverbindungen zwischen Urfahr, dem Industriegebiet am Hafen sowie Ebelsberg und Pichling durch die neuen Buslinien 13 und 14. Auf diesen fahren 18 Meter lange Elektro-Hybridbusse. Wahrend das Land in vornildlicher Weise mitfinanziert, gibts von der grünen Ministerin Leonore Gewessler für all diese Bemühungen keinenCent. Aus einem absurden Grund: Es handelt sich nicht um Schienenprojekte. „Ein Stadtseilbahnprojekt lasse ich nicht einmal prüfen“, teilte sie Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) mit.

Bürgermeister ist Verärgert!

Eine Haltung, über die man – gerade in Zusammenhang mit der Stadtseilbahn nur der Kopf schütteln kann. „„Die Weigerung von Ministerin Gewessler, ein Stadtseilbahnprojekt wenigstens prüfen zu lassen, widerspricht allen internationalen Trends für moderne, klimafreundliche Verkehrslösungen in dicht verbauten Stadtgebieten. Ich kann ihre Haltung nicht nachvollziehen, nur an schienengebundene öffentliche Verkehrsmittel zu glauben und deshalb auch vollelektrisch betriebene O-Busse nicht zu fördern. Das ist fundamentalistisch und purer Dogmatismus“, so Bürgermeister Luger.

Autor: Gerhard Gall, 19.07.2021