Katzenbaby in Mülltonne: Tierquälerei sorgt für Entsetzen
- Katzenbabys in Mülltonne entdeckt
- Pfotenhilfe-Chefin entsetzt über Tierquälerei
- Forderung nach Chippflicht und Kontrollen
- Pfotenhilfe sucht Zeugen
Ein erschütternder Fund sorgt in Ostermiething im Bezirk Braunau für Entsetzen: Bewohner eines Wohnblocks hören verzweifelte Schreie aus einem Müllcontainer. Als sie nachsehen, entdecken sie darin zwei hilflose Katzenbabys. Die erst rund acht Wochen alten Tiere werden gerettet und zum Tierschutzhof Pfotenhilfe gebracht. Jetzt werden Zeugen gesucht.
Katzenbabys in Mülltonne entdeckt
Die Schreie aus dem Müllcontainer haben die Bewohner aufmerksam werden lassen. Beim Nachsehen machen sie die schockierende Entdeckung: Zwei junge Kätzchen sind in der Mülltonne entsorgt worden. Die Finder reagieren sofort und bringen die Tiere in Sicherheit.
Laut Pfotenhilfe sind die Katzenbabys erst rund acht Wochen alt. Für Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler zeigt der Fall, welchen Gefahren die Tiere ausgesetzt gewesen sind.
Pfotenhilfe-Chefin entsetzt über Tierquälerei
„Das ist wirklich tiefstes Mittelalter und so etwas passiert nicht irgendwo im fernen Ausland, sondern jetzt und hier mitten unter uns in der direkten Nachbarschaft!“, sagt Stadler.
Besonders erschüttert zeigt sie sich darüber, dass der Täter das Leben der Tiere aufs Spiel gesetzt hat. „Der Täter hat bewusst in Kauf genommen, dass diese hilflosen Babys da drin ersticken, verdursten, verhungern oder sogar von der Müllpresse zerquetscht werden!“
Forderung nach Chippflicht und Kontrollen
Der Fall löst bei der Pfotenhilfe auch neuerliche Forderungen nach strengeren Maßnahmen aus. „Es reicht jetzt wirklich! Wir brauchen endlich eine Chippflicht und Kontrollen! Die Skrupellosigkeit von Tierquälern kennt keine Grenzen mehr“, sagt die Pfotenhilfe-Chefin.
Gleichzeitig kritisiert Stadler die Politik. Das zuständige Ministerium müsse handeln und Verbesserungen beim Tierschutz auf den Weg bringen. Auch die Missachtung der Kastrationspflicht sei weiterhin ein großes Problem. Laut Stadler haben sich für denselben Tag bereits drei weitere Katzenbabys bei der Pfotenhilfe angekündigt.
Pfotenhilfe sucht Zeugen
Nach dem Fund der Katzenbabys in der Mülltonne sucht die Pfotenhilfe nun nach Personen, die Hinweise zur Tat geben können. Laut Aussendung drohen für die Tat bis zu zwei Jahre Gefängnis.
Wer etwas beobachtet hat oder Angaben machen kann, wird gebeten, sich über das Kontaktformular auf pfotenhilfe.at zu melden.