Jeder fünfte Oberösterreicher findet „g'sunde Watschn“ okay

Zum Internationalen Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April macht Kinderschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer darauf aufmerksam, dass die „g'sunde Watschn“ seit mehr als 30 Jahren verboten ist. Immer noch glaubt jeder fünfte hierzulande, dass diese als Erziehungsmittel legitim sei, so das Ergebnis einer Studie im Auftrag der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ aus dem Jahr 2019.

Dass es hinsichtlich Gewalt keine „Unbedenklichkeitsgrenze“ gibt, darin sind sich Experten aber einig. Und: Nicht nur körperliche Gewalt ist ein Angriff auf die Würde und Integrität des Opfers. Auch Abwertungen, Erniedrigungen, Beschimpfungen oder Liebesentzug fallen darunter.

„Zwar ist das Bewusstsein für den Kinderschutz insgesamt gestiegen, dennoch erleben noch immer zu viele Kinder im eigenen Elternhaus Gewalt. Ihr Schutz hat für mich oberste Priorität“, betont Birgit Gerstorfer, weswegen sie die Angebote der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ sowie der Kinder- und Jugendhilfe OÖ weiterhin stärken und fördern möchte.

Jederzeit erreichbare Beratungsstellen

Das Team der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen ein, fordert Respekt gegenüber jungen Menschen ein und treibt die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention voran. Weitere Infos & Kontakt: www.kija-ooe.at.

Die Kinder- und Jugendhilfe OÖ steht Eltern, Kindern und Jugendlichen zur Seite, wenn sie Beratung und Unterstützung brauchen. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind Prävention, Hilfe in Erziehungsfragen, Obsorge und Unterhalt sowie der Schutz von Kindern vor Gewalt, Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch. Ansprechpartner der Kinder- und Jugendhilfe finden Sie an jeder Bezirkshauptmannschaft und jedem Magistrat. Weitere Infos & Kontakt: www.kinder-jugendhilfe-ooe.at

Autor: Conny Engl, 28.04.2022