Millionen-Pleite in der Baubranche: 50 Mitarbeiter betroffen
- Sanierungsverfahren über Baufirma Lachinger GmbH eröffnet
- Krise im privaten Hausbau: Die Insolvenzursachen
- 50 Mitarbeiter betroffen: Umstrukturierung geplant
Über das Vermögen der bekannten Lachinger GmbH aus Oberhofen am Irrsee wurde am Landesgericht Wels ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die etablierte Baufirma schlitterte mit Verbindlichkeiten von rund 3,8 Millionen Euro in die Insolvenz. 50 Dienstnehmer bangen nun um ihre Arbeitsplätze, während das Unternehmen eine Umstrukturierung anstrebt.
Sanierungsverfahren über Baufirma Lachinger GmbH eröffnet
Am 3. November 2026 wurde das Sanierungsverfahren über die im Bezirk Vöcklabruck ansässige Lachinger GmbH (Obernberg 36, 4894 Oberhofen am Irrsee) offiziell eröffnet. Das von Geschäftsführer und Gesellschafter Johannes Lachinger geführte Baugewerbe-Unternehmen ist auf Verputzarbeiten, Estriche sowie Beton- und Asphaltierungsarbeiten spezialisiert. Laut dem Kreditschutzverband KSV1870 belaufen sich die Verbindlichkeiten der Baufirma auf knapp 3,82 Millionen Euro.
Krise im privaten Hausbau: Die Insolvenzursachen
Die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit spiegeln die angespannte Gesamtlage der Branche wider. Wie aus dem vorliegenden Insolvenzantrag hervorgeht, liegen die Hauptursachen in massiven Umsatzeinbrüchen – vor allem im Bereich des privaten Häuslbauers. Zusätzlich setzten die anhaltend hohen Zinsen, die strengen Kreditvergabebestimmungen und die allgemeinen Teuerungen bei Baumaterialien und Energie dem Unternehmen schwer zu.
50 Mitarbeiter betroffen: Umstrukturierung geplant
Vom Insolvenzverfahren sind derzeit 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Vöcklabrucker Rechtsanwalt Dr. Andreas Haberl bestellt. Er wird in den kommenden Wochen prüfen, ob und in welchem Umfang der Betrieb weitergeführt werden kann. Ziel ist es, durch gezielte Umstrukturierungen und Kostenanpassungen das Unternehmen zu retten.
Ein Sanierungsplan liegt bereits vor: Die Gläubiger erhalten ein Angebot über eine Quote von 20 Prozent, zahlbar binnen 24 Monaten ab Annahme. Am 25. Februar 2027 findet dazu die entscheidende Tagsatzung am Landesgericht Wels statt.