Innovation made in OÖ: Plastikfreie Luftballon-Halter

Im Kampf gegen den Plastikmüll ist seit 2021 die Herstellung von Einwegplastik-Produkten wie Wattestäbchen, Strohhalme oder Luftballon-Stäbchen verboten. Für letzteres fand der Rieder Alexander Hirzi mit „Funnybloon“ eine weltweit neue Lösung.
Autor: Conny Engl, 15.04.2022 um 09:49 Uhr

Wer denkt, man kann nichts Neues mehr erfinden, irrt. Auch Alexander Hirzi wurde eines Besseren belehrt. Kurz vor dem Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen trat ein internationaler Fast-Food Systemgastronom an den Rieder Unternehmer heran: Er solle ein Produkt entwicklen, damit die beliebten Luftballons inklusive stabiler Halterung weiter zum Einsatz kommen können – und zwar vollkommen umweltfreundlich, ohne Plastik und Gas. Hirzi war überzeugt davon, dass es dafür bereits eine Lösung gibt. Doch alle Anfragen bei internationalen Partnern verliefen ins Leere. Schließlich entwickelte er selbst eine Weltmarktneuheit.

Individuelles Design

Seine Erfindung ist so simpel wie genial: ein ökologischer Ballongriff aus Karton. Um das Ballonventil abzudichten, ist aufgrund der Griffform kein Verknoten notwendig. Der Karton selbst lässt sich außerdem individuell mit Werbebotschaften designen. Die Form und die Marke Funnybloon ließ sich der Innviertler mittlerweile international schützen.

Sechs Millionen Stück bereits verkauft

„Mir war es wichtig, ein innovatives, ökologisches und nachhaltiges Produkt zu entwickeln, das ein klein wenig dazu beiträgt, die Umwelt sauber zu halten und recyclingfähig ist“, betont Hirzi. Und der Ballonhalter erfreut sich großer Nachfrage. Seit Funnybloon am Markt ist (Juni 2021) verkaufte der Rieder bereits ganze sechs Millionen Stück davon.

Produziert wird in Europa

In puncto Produktion entschied sich Alexander Hirzi bewusst dafür, das Produkt in Europa herzustellen, obwohl es in Fernost günstiger ginge. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen in den letzten beiden Jahren hinsichtlich Material- und Lieferengpässse sowie der Transportschwierigkeiten verbunden mit extremen Verzögerungen.

„Ich denke es ist absolut an der Zeit nicht nur darauf zu schauen, dass man einen Artikel so kostengünstig wie möglich einkauft, sondern für Qualität und Sicherheit im gesamten Prozess auch bereit ist ein wenig mehr dafür zu bezahlen“, ist Hirzi überzeugt. Zahlreiche Kunden bestätigen diese Ansicht. Er hofft, dass „weitere folgen werden und wir gemeinsam durch Ideen, Ökologie und Nachhaltigkeit zur Stärkung des Europäischen Wirtschaftsraum beitragen können.“