Hagel-Unwetter fegt über Oberösterreich: Hunderte Einsätze
- Hagel-Unwetter trifft zuerst das Innviertel
- Massiver Baum kracht auf Haus
- Elf Einsätze innerhalb weniger Minuten
- Hunderte Einsätze nach Hagel-Unwetter
Eine heftige Gewitterfront ist über Oberösterreich gezogen und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Hagel, Starkregen und schwere Sturmböen ließen Bäume umstürzen, Straßen und Gebäude wurden überflutet, Dächer beschädigt. Die Feuerwehren mussten zu Hunderten Einsätzen ausrücken.
Hagel-Unwetter trifft zuerst das Innviertel
Gegen 15.30 Uhr erreichte das Hagel-Unwetter von Bayern kommend das Innviertel. Besonders betroffen waren zunächst die Bezirke Ried, Grieskirchen und Eferding. Im Bezirk Ried sorgten vor allem heftige Sturmböen für Probleme. Innerhalb weniger Minuten wurde die Feuerwehr Ried im Innkreis mehrfach alarmiert, nachdem Bäume auf Straßen und Häuser gestürzt waren.
In Gurten und Aurolzmünster brachte zusätzlich der Starkregen Probleme. Straßen und Gebäude wurden überflutet, die Einsatzkräfte mussten zu zahlreichen Schadensstellen ausrücken.
Massiver Baum kracht auf Haus
Besonders dramatisch war ein Einsatz in Krenglbach im Bezirk Wels-Land. Dort stürzte während des Unwetters ein massiver Baum auf ein Wohnhaus. Die Feuerwehr forderte einen großen Kran an, um den Baum vom Gebäude zu heben. Anschließend musste das beschädigte Dach provisorisch gesichert werden.
Das Hagel-Unwetter zog unterdessen weiter Richtung Osten. Neben umgestürzten Bäumen und überfluteten Gebäuden wurden auch beschädigte Dächer gemeldet.
Elf Einsätze innerhalb weniger Minuten
Ab etwa 18 Uhr gingen die ersten Alarmierungen aus den Bezirken Linz-Land, Kirchdorf und Steyr-Land ein. Wieder waren es vor allem die starken Sturmböen, die den Einsatzkräften Arbeit bescherten.
Gegen 19 Uhr traf die Front den Raum Kematen an der Krems besonders heftig. Allein dort wurden innerhalb weniger Minuten elf Einsätze gemeldet. Mehrere beschädigte Dächer mussten von den Feuerwehren gesichert werden.
Hunderte Einsätze nach Hagel-Unwetter
Rund 250 Mal musst die Feuerwehr zum Einsatz ausrücken.
Neben Hagel- und Sturmschäden beschäftigten die Einsatzkräfte überflutete Gebäude und Fahrbahnen. Auch Vermurungen wurden gemeldet. Teilweise kamen Hubrettungsgeräte zum Einsatz. Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten dauerten nach dem Durchzug der Gewitterfront weiter an.