Großbrand: Ein Zufall rettet wertvolle Minuten
- Großbrand löst Großeinsatz aus
- Zufall ermöglicht schnelles Ausrücken
- Landwirte sichern Löschwasserversorgung
- Zwei Verletzte und Ermittlungen laufen
Ein verheerender Brand in einem Wohngebäude hat am Dienstagabend die Einsatzkräfte in Helpfau-Uttendorf im Bezirk Braunau massiv gefordert. Insgesamt rückten 14 Feuerwehren mit rund 230 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf weitere Gebäude zu verhindern.
Für die Bewohner verlief der Abend dramatisch, dennoch konnte durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte offenbar Schlimmeres verhindert werden. Zwei Personen wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt.
Großbrand löst Großeinsatz aus
Der Alarm ging am Dienstag um 20.27 Uhr bei den Feuerwehren ein. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Aufgrund der Lage wurde rasch Alarmstufe 2 ausgelöst, wodurch zahlreiche weitere Feuerwehren nachalarmiert wurden.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Teil des Wohngebäudes bereits in Flammen. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon bis zum Dachstuhl ausgebreitet. Atemschutztrupps drangen in das stark verrauchte Gebäude vor und brachten mehrere Bewohner rechtzeitig ins Freie. Gleichzeitig konzentrierten sich weitere Einsatzkräfte darauf, benachbarte Mehrparteienhäuser vor den Flammen zu schützen.
Zufall ermöglicht schnelles Ausrücken
Dass die Feuerwehr außergewöhnlich schnell am Einsatzort war, hatte einen besonderen Grund. Zum Zeitpunkt der Alarmierung fand im Einsatzzentrum gerade eine erweiterte Kommandositzung statt. Dadurch befanden sich bereits zahlreiche Feuerwehrmitglieder vor Ort und konnten ohne Verzögerung ausrücken.
Dieser glückliche Zufall verschaffte den Einsatzkräften wertvolle Minuten. Gerade bei Bränden, die sich rasch auf Dachstühle ausbreiten, kann jede Minute entscheidend sein, um Menschen zu retten und größere Schäden zu verhindern.
Landwirte sichern Löschwasserversorgung
Während der Löscharbeiten stellte die Wasserversorgung die Feuerwehr vor eine zusätzliche Herausforderung. Um dauerhaft genügend Löschwasser bereitzustellen, errichteten die Einsatzkräfte mehrere Versorgungsleitungen.
Unterstützung kam dabei auch von örtlichen Landwirten. Sechs Güllefässer wurden in einen Pendelverkehr eingebunden und transportierten laufend Wasser zur Einsatzstelle. Zusätzlich kamen zwei Falttanks zum Einsatz, um ausreichend Löschwasser zwischenzuspeichern und den massiven Löschangriff aufrechtzuerhalten.
Die außergewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Landwirtschaft trug wesentlich dazu bei, die Wasserversorgung während des stundenlangen Einsatzes sicherzustellen.
Zwei Verletzte und Ermittlungen laufen
Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Personen leicht verletzt. Sie wurden vom Roten Kreuz versorgt, das mit fünf Fahrzeugen, einem Notarzt sowie einem Rettungshubschrauber vor Ort war.
Die Bewohner des betroffenen Hauses konnten zunächst bei Angehörigen und Bekannten unterkommen. Währenddessen sperrte die Polizei den Bereich rund um das Gebäude großräumig ab.
Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden bereits aufgenommen. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens steht bislang noch nicht endgültig fest.