Gewinn gehörig gesteigert: Voestalpine profitiert von hoher Nachfrage

Der Stahlriese konnte im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres seinen Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Und das trotz Corona-Krise, unterbrochener Lieferketten im Bereich Automotive und anderen Herausforderungen.
Autor: Conny Engl, 10.11.2021 um 15:13 Uhr

Die heute veröffentlichten Zahlen zum ersten Halbjahr 2021/22 zeigen in eine Richtung – deutlich nach oben: Der Umsatz ist mit 7 Milliarden Euro um knapp 40 Prozent höher als im Vorjahr (5,1 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 486 Millionen Euro, vor einem Jahr standen hier noch Verluste in Höhe von -276 Millionen Euro.

In allen Bereichen gab es laut Presseaussendung eine solide Entwicklung. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind außerdem die Auftragseingänge aus der Luftfahrtindustrie gestiegen.

Auch die Anzahl der Beschäftigten hat sich erhöht, 49.068 Menschen – um 1.150 mehr als zum Vorjahresstichtag – arbeiten im voestalpine-Konzern.

Durch die sehr solide Nachfrage, unseren Fokus auf effizienzsteigernde Maßnahmen und dem hervorragenden Einsatz unserer Mitarbeiter konnten wir einen starken Anstieg der Umsatz- und Ergebniszahlen im ersten Halbjahr erzielen. – voestalpine Chef Herbert Eibensteiner

Ausblick: optimistisch, aber „unsicherer“

Der globale Anstieg der Energiepreise, teilweise unterbrochene Lieferketten sowie die Corona-Situation stellen in Summe „herausfordernde“ Rahmenbedingungen dar, so das voestalpine Management: „Die weiteren positiven Wachstumserwartungen erscheinen unter Berücksichtigung der zuletzt in den Fokus geratenen Entwicklungen etwas unsicherer.“ Aufgrund der erfreulichen Ergebnisse des ersten Halbjahres und „unter der Annahme keiner unerwarteten wirtschaftlichen Verwerfungen“ geht der Vorstand der voestalpine AG jedoch nach wie vor von der bereits kommunizierten Gewinnerwartung für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende März) aus: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll zwischen 1,9 und 2,2 Milliarden Euro liegen, was im Vergleich zum Vorjahr (1,1 Milliarden Euro) doppelt so hoch wäre.