Fröstelnd durch den Advent: Linzer Christkindlmärkte auf Eis gelegt

Aus Punsch to go wird nix to go. Die Linzer Christkindlmärkte wurden auf Eis gelegt. Bis 6. Dezember werde „nichts stattfinden“, danach sei es fraglich, verkündete Bürgermeister Klaus Luger am Samstagabend in einer Videobotschaft.
Autor: Conny Engl, 15.11.2021 um 10:59 Uhr

Adventstimmung in Linz? Fröstl- ... ähm ... Fehlanzeige! Denn mit den auf Eis gelegten Christkindlmärkten hat die sonst so besinnliche Zeit auch an Wärme und Glanz verloren.

„Das macht so keinen Sinn“

Bei der Verkündung verschärfender Corona-Maßnahmen hat das Land Oberösterreich den Weihnachtsmärkten in unserem Bundesland zwar keine Absage erteilt, aber mit zusätzlichen Auflagen versehen: Zum einen dürfen Speisen und Getränke nicht vor Ort konsumiert, sondern nur „to go“ bestellt und anderswo verzehrt werden. Zum anderen gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Viele Marktstandbetreiber haben daraufhin ihre Vorbereitungen abgebrochen, wie Luger berichtet, weil „das alles keinen Sinn macht“.

Das Land Oberösterreich hat etwas entschieden, das niemand so ganz versteht. – Bürgermeister Klaus Luger

Einige Marktfieranten hätten ihn gefragt: „Herr Bürgermeister, warum hat denn dann das Land nicht gleich die Märkte abgesagt? Das ist ja schon wieder nur so ein Hinauszögern.“ Auch Luger habe den Eindruck, dass es sich dabei nur um ein Hinausschieben einer Entscheidung handle. Nachdem so viele Marktfahrer abgesagt haben, werden die Christkindlmärkte in Linz bis zum 6. Dezember nicht öffnen. “Und ich bezweifle, dass es nach dem Nikolaustag merklich besser sein wird“, macht der Bürgermeister wenig Hoffnung.

Gemeinsam mit Marktreferntin Doris Lang-Mayerhofer habe er sich bemüht die Adventmärkte unter Einhaltung der 2G-Regel abhalten zu können, aber die Verordnung des Landes mache dies „leider unmöglich“, sagt Luger.

FPÖ: „Besser ein kleiner Markt als gar keiner“

Die Linzer FPÖ kann die Absage der Linzer Christkindlmärkte nicht nachvollziehen und fordert Marktreferentin Doris Lang-Mayrhofer auf, „allen Verkäufern und Schaustellern, die ihre Waren anbieten dürfen, das Aufsperren auch zu ermöglichen.“

Besser ein kleiner Markt, als gar keiner – sowohl für verkaufswillige Geschäftsleute als auch für die Linzer! – FP-Fraktionsobmann und Wirtschaftssprecher Wolfgang Grabmayr

Anstatt allen das Geschäft zu verbieten, solle laut Grabmayr die Entscheidung bei jedem Anbieter selbst liegen.