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Christoph Fraundorfer, Architekt, Holzrad-Pionier und Gründer von esel
Architekt Christoph Fraundorfer verbindet Designanspruch und technologisches Know-how und führt esel mit Leidenschaft auf Augenhöhe.
Architekt Christoph Fraundorfer verbindet Designanspruch und technologisches Know-how und führt esel mit Leidenschaft auf Augenhöhe.
Peter C. Mayr, esel, Privat

Christoph Fraundorfer: Holz-E-Bike mit Zukunft

08.09.2026 um 07:00, Magdalena Maria Fuchs
min read
Geladen & genial: Der kreative Kopf Christoph Fraundorfer setzt auf Holz-Verbund und E-Antrieb. Sein esel verbindet Komfort, Power und außergewöhnliches Design.

 

Vom studierten Architekten zum Holzrad-Pionier – wie kam es zu diesem Richtungswechsel?
Christoph Fraundorfer: Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne designt und erschaffen, was mich zu meinem Beruf als Architekt brachte. Als Student in Wien bin ich jahrelang Rad gefahren. Daraus entstand die Idee, mir ein Rad zu bauen – nicht 08/15, sondern maßgeschneidert, regional und aus Holz. Der Plan, daraus eine Firma zu machen, kam erst später.

Vom Architekten zum Holzrad-Pionier

Vom studierten Architekten zum Holzrad-Pionier – wie kam es zu diesem Richtungswechsel?
Christoph Fraundorfer: Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne designt und erschaffen, was mich zu meinem Beruf als Architekt brachte. Als Student in Wien bin ich jahrelang Rad gefahren. Daraus entstand die Idee, mir ein Rad zu bauen – nicht 08/15, sondern maßgeschneidert, regional und aus Holz. Der Plan, daraus eine Firma zu machen, kam erst später.

Kuriose Reaktionen auf die Räder

Welche kuriosen Reaktionen auf Deine Räder begegnen Dir bis heute?
Christoph Fraundorfer: „Ist das wirklich Holz?“ Ein weiterer Klassiker: „Wenn es regnet, löst sich der Rahmen dann auf?“ Leider hören wir solche Sätze immer noch. Unsere Technologie, die im Skirennsport seit Langem etabliert ist, wird trotz vieler Vorteile noch nicht automatisch mit Fahrrädern in Verbindung gebracht.

TV-Auftritte und Reichweite

2017 warst Du bei „2 Minuten 2  Millionen“, 2023 bei „Die Höhle der Löwen“. Zwei TV-Bühnen mit Millionenpublikum – haben beide Auftritte esel weitergebracht?
Christoph Fraundorfer: Na ja, so etwas macht man nicht jeden Tag, und vor Business- und Investment-Profis in der Jury steigt der Puls schon mal. Was es gebracht hat? Einige Juror:innen haben ihre Räder bei uns gekauft, beide Shows brachten Reichweite – und bis heute werde ich immer wieder darauf angesprochen.

Landeshauptmann Thomas Stelzer beim Besuch des esel-Pionierunternehmens
2023 machte sich Landeshauptmann Thomas Stelzer selbst ein Bild vom esel-Pioniergeist.

Wer fährt einen esel?

Wer (be-)sitzt einen esel – und was verbindet diese Menschen?
Christoph Fraundorfer: Unsere Räder begeistern unterschiedliche Menschen – von Genussfahrer:innen über Pendler:innen bis zu all jenen, die gerne auffallen und sich etwas Besonderes gönnen. Was sie verbindet, ist die Freude, Neues auszuprobieren und nachhaltig zu konsumieren.

Das Fahrrad als Markenbotschafter

Auch Unternehmen fahren auf Deine Bikes ab – eigenes Branding inklusive. Wie wurde das Rad zum rollenden Markenbotschafter?
Christoph Fraundorfer: Unsere Bikes stechen mit dem Holzrahmen aus der Masse und schaffen Aufmerksamkeit. Firmen können ihre Werte durch das einzigartige Design sichtbar machen, gleichzeitig wird das Fahrrad zum Botschafter für verantwortungsbewusstes Handeln, da es hohe Qualität und Umweltbewusstsein direkt im Alltag erlebbar macht!

esel-Gründer Christoph Fraundorfer und Lisa
2021 feierten der esel-Gründer und Lisa die Gleichenfeier ihres gemeinsamen Holzhauses.

Warum Holz?

Warum ist Holz Dein Werkstoff?
Christoph Fraundorfer: Es ist leicht, stabil und dämpft Vibrationen – genau deshalb wird Holzverbund seit Jahrzehnten auch im Rennski eingesetzt. Gleichzeitig arbeiten wir mit einem Rohstoff, der nachwächst und während seines Wachstums CO₂ bindet. Mich erstaunt bis heute, wie leistungsfähig dieses natürliche Material ist und warum es trotzdem so selten für Fahrradrahmen genutzt wird.

Die Zukunft von esel

Zum Schluss der Blick nach vorne: Wohin galoppiert der esel?
Christoph Fraundorfer: Heuer sind erfahrene Mitgesellschafter hinzugekommen. Gemeinsam wollen wir esel weiterentwickeln, international wachsen und echten Impact schaffen: regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze, dabei aber unseren Werten und Wurzeln treu bleiben. Wir wollen mehr Menschen fürs Radfahren begeistern. Ginge es nach meinen Kids, gäbe es längst ein Kinder-E-Bike.

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