"Downburst": Mega-Unwetter fegt über Dorf
Ein extrem heftiges und lokal begrenztes Unwetter hat am Samstagnachmittag in Steinabrunn (Bezirk Korneuburg) schwere Schäden angerichtet. Innerhalb weniger Minuten deckte eine Sturmseile mehrere Dächer ab und riss zahlreiche Bäume um. Nach Angaben des ORF handelte es sich um einen sogenannten "Downburst".
Die örtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr waren stundenlang mit den Aufräum- und Sicherungsarbeiten im Gemeindegebiet beschäftigt.
Spur der Verwüstung innerhalb weniger Minuten
Das Unwetter zog gegen 16:30 Uhr über die Katastralgemeinde von Großmugl hinweg. Auf engstem Raum entstanden binnen kürzester Zeit massive Verwüstungen. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder knickten wie Streichhölzer um. Besonders brenzlig: Ein Baum stürzte direkt auf ein Wohnhaus und musste von den Rettern gesichert werden.
Zudem wurden mehrere Hausdächer teilweise oder komplett abgedeckt, was rasche Sicherungsmaßnahmen erforderte.
Downburst als Ursache für orkanartige Böen
Meteorologen führten die enormen Zerstörungen auf einen sogenannten Microburst zurück – eine extrem lokale Ausprägung eines Downbursts. Bei diesem Wetterphänomen stürzen kalte Luftmassen aus einer Gewitterzelle rasch zu Boden und breiten sich dort mit enormer Geschwindigkeit radial aus.
Die wichtigsten Details zum Unwetterereignis in Steinabrunn:
- Tatort / Ort: Steinabrunn, Katastralgemeinde von Großmugl im Bezirk Korneuburg.
- Wetterphänomen: Lokaler Downburst (Fallwind) mit Böen bis zur Orkanstärke.
- Gefahrenlage: Abgedeckte Dächer und auf Wohnhäuser gestürzte Bäume.
Stundenlanger Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren
Die Freiwilligen Feuerwehren Steinabrunn und Großmugl waren über mehrere Stunden hinweg im Dauereinsatz. Um den auf das Wohnhaus gestürzten Baum zu entfernen, musste unter anderem die Seilwinde eines Rüstlöschfahrzeugs eingesetzt werden.
Nachdem die Sturmschäden beseitigt und die betroffenen Dächer provisorisch gesichert waren, zogen die Einsatzkräfte Bilanz. „Heute hat uns die Natur ihre ganze Kraft gezeigt“, resümierten die Helfer vor Ort.