Rotes Kreuz NÖ: 2.527 Krankentransporte pro Tag

„Das Jahr 2020 war mit Sicherheit das bislang herausforderndste Jahr in der jüngsten Geschichte für alle Rettungsorganisationen“, verwies die Landeshauptfrau auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Es sei ein Jahr gewesen, dass das Rote Kreuz Niederösterreich in der Organisationsstruktur und im laufenden Betrieb vor Herausforderungen gestellt und die das Rote Kreuz bewerkstelligt habe. „Das Motto war: Geht ned, gibt’s ned“, unterstrich Mikl-Leitner und ergänzte: „Es war der 6. Februar 2020, als das Rote Kreuz zum ersten Mal zu Hilfe gerufen wurde. Und zwar zum Fiebermessen bei Fluggästen, die aus China in Wien-Schwechat gelandet sind.“ Wenig später seien bereits die ersten mobilen Abstrichnehmer für die COVID-19-Testungen eingesetzt worden. In Folge mussten Teststraßen aufgebaut, betreut und Flächentestungen organisiert werden. „Tatsache ist, dass das Rote Kreuz NÖ im Jahr 2020 rund 650.000 Probenabnahmen durchgeführt hat. Alleine im Bereich der Testungen, Stabsarbeit und Logistik leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes NÖ mehr als 44.300 Arbeitsstunden“, so die Landeshauptfrau. Deswegen musste des Rote Kreuz NÖ rund 100 hauptberufliche Sanitäter zusätzlich aufnehmen. Mikl-Leitner: „Diese Herausforderung hat das Rote Kreuz bestmöglich gemeistert – in gutem Zusammenspiel von Hauptamtlichen und den rund 18.500 Ehrenamtlichen.“

Rotes Kreuz NÖ

73.406 Blutspenden

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig sprach ebenso von einem herausfordernden Jahr: „Wir haben es mit einem Virus zu tun, das uns ständig vor neue, große Aufgaben stellt. Bisher haben wir jedoch die Herausforderungen im Bereich der Pandemiebekämpfung gemeinsam gut meistern können. Auch dank der ausgezeichneten Arbeit des Roten Kreuzes.“ Präsident Josef Schmoll unterstrich: „2020 hat uns in jeder Hinsicht gefordert.“ Im Jahr 2020 habe das Rote Kreuz NÖ 88.097 Probeabnahmen durch mobile Teams und 131.968 Proben in Drive-Ins durchgeführt. Bei den Screenings seien ca. 29.000 Probenabnahmen gemacht worden. „Trotz der vorübergehenden Reduktion der Krankentransporte im Zuge des ersten Lockdowns verzeichnet das Rote Kreuz Niederösterreich einen weiteren Anstieg im Bereich der Rettungs- und Krankentransporte von durchschnittlich 2.462 auf 2.527 transportierten Personen pro Tag.“ Kaum Rückgänge waren beim Blutspenden zu erkennen. Es gab zwar mit 804 Blutspendeaktionen in Niederösterreich um 26 weniger als im Jahr davor, dafür konnten jedoch 1,9 Prozent mehr Vollblutspenden, in absoluten Zahlen 73.406 abgenommen werden.

Autor: Andi Dirnberger, 10.03.2021