NÖ Industrie sorgt sich um Forschungsprämie
Gemäß einer erst Ende Jänner unter dem Punkt „marktnahe Forschung“ öffentlich gewordenen Information dürfen Material und Rohstoffe, die für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden, ab 2026 nicht mehr für die Forschungsprämie berücksichtigt werden, wenn daraus Produkte entstehen, die ohne vorherige Eigennutzung vermarktet werden.
Im Klartext: Werden aus Forschungsmaterialien Produkte für den Verkauf, gibt es keine Prämie mehr. Das beeinträchtigt Innovationen, die unsere Unternehmen gut brauchen können!
Passus ersatzlos streichen
Helmut Schwarzl drängt auf eine Rücknahme: . „Das ist völlig kontraproduktiv, hemmt Forschungsaktivitäten in den Betrieben und beeinträchtigt damit Innovationen, die unsere Unternehmen und der gesamte Wirtschaftsstandort gut brauchen können." Er appelliert, diesen Passus ersatzlos aus der Verordnung zu streichen.
Forschungsprämie als Standort-Vorteil
44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich zuletzt im Rahmen einer Info-Veranstaltung der WKNÖ-Sparte Industrie über Neuerungen bei der Forschungsprämie aus erster Hand informieren lassen, Claudia Hofmann-Turek (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und Natascha Stornig-Wisek (LeitnerLeitner) waren die kompetenten Vortragenden.
„Die Bundesregierung hat sich in ihrer Industriestrategie klar zur Positionierung Österreichs als starker Forschungsstandort, sowie zur Forschungsprämie als echtem Standort-Vorteil bekannt und weniger Bürokratie rund um die Prämie angekündigt“, betont Schwarzl. „Das ist der richtige Weg, der nicht durch neue Hemmschuhe beeinträchtig werden darf.“
Letztlich müsse Forschung in Unternehmen immer auf den Markt ausgerichtet sein, alles andere wäre widersinnig.