Lockdown-Ende in Niederösterreich

Die einzelnen Bundesländer haben sich überhaupt für unterschiedliche Vorgehensweisen entschieden. Das birgt mitunter skurille Situationen mit sich.

Zumindest Geimpfte und Genesene dürfen sich freuen, denn für sie endet der Lockdown am Sonntag. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wie etwa Tirol oder dem Burgenland, öffnet in Niederösterreich nicht alles gleichzeitig, Wien ist sogar noch ein Alzerl später drann. Ab 12. Dezember gilt:

  • Der Handel darf nur mit gültigem 2-G-Nachweis betreten werden.
  • (Körpernahe) Dienstleistungen dürfen ebenfalls nur mit gültigem 2-G-Nachweis beansprucht werden.
  • In allen geschlossenen Räumen ist eine FFP2-Maske verpflichtend – auch am Arbeitsplatz, sofern keine andere Schutzvorrichtung vorhanden ist.
  • Am Arbeitsort besteht weiterhin die 3-G-Pflicht.
  • Christkindlmärkte können am Sonntag aufsperren.
  • Bei Kulturveranstaltungen gilt bei fixen Sitzplätzen eine Grenze von 2000 Personen. Ohne Sitzplätze dürfen sich maximal 25 Personen in einem Raum aufhalten, inklusive FFP2-Maske.
  • Zutritt zu Sportstätten ist nur mit gültigem 2-G-Nachweis gestattet. Eine FFP2-Maskenpflicht muss in allen zugänglichen Bereichen getragen werden. Während dem Sport muss keine Maske getragen und auch kein Mindestabstand gehalten werden.
Gastro

Gastro: Hüben Karton, drüben Teller!

Bei der Gastronomie (und Hotellerie) ist in Niederösterreich der 17. Dezember der Öffnungstag, in Wien sogar erst der 20. Dezember. Das Burgenland öffnet seine Wirtshäuser sofort. Sprich in Bruck an der Leitha gibt es auch am Montag das Reisfleisch mit Gurkensalat (ist transportabler als Grüner Salat) nur als take-away, sprich zum Schnellverzehr in der Autobus-Haltestelle. Überquert man allerdings die Leithabrücke, befindet man sich im burgenländischen Bruckneudorf und kann das Mittagsmenü im Wirtshaus einnehmen, ohne dass die Tagessuppe kalt wird. Und zum Reisfleisch gibt es Grünen Salat.

In Wiener Neustadt geht man gerne zum Heurigen, hat aber keinen in der Stadt, den gibt es in Nachbargemeinden wie Neudörfl oder Katzelsdorf. Das näher an der Stadt liegende Neudörfl ist eine burgenländische Gemeinde und daher ab Montag geöffnet, im etwas weiter entfernten Katzelsdorf darf dagegen erst ab Freitag der Buschen ausgehängt werden. Was zumindest aber einen minimalen positiven Klimaabdruck hinterlässt.

Aber ab Freitag ist die Gastronomie wieder voll da in Niederösterreich, und das könnte vor allem die Wiener im Süden der Bundeshauptstadt freuen, die erst am folgenden Montag wieder den Wirt des Vertrauens besuchen dürfen. Die ewig lange Ketzergasse ist nämlich auf der rechten Seite Wien, auf der linken Seite Perchtoldsdorf und damit Niederösterreich. Zumindest am Freitag der Kabeljau und am Sonntag das Schnitzerl gibt’s daher links am Teller und rechts noch im Stanitzel.

Autor: Andi Dirnberger, 10.12.2021