Warm anziehen: Gas wird teurer!

Ein- und Zweipersonenhaushalte müssen mit 11 Euro mehr im Monat rechnen.
Autor: Andi Dirnberger, 13.01.2022 um 14:34 Uhr

Wärmer anziehen oder mehr bezahlen: Wer mit Gas heizt (und kocht), muss in der Ostregion (Wien, Niederösterreich, Burgenland) schon ab Februar mit deutlich höheren Preisen rechnen, wie der EnergieAllianz Austria mitteilt.

Mehrkosten: 11 bis 21 Euro pro Haushalt

Ein durchschnittlicher Haushalt aus zwei Personen auf eher kleiner Wohnfläche mit einem Verbrauch von rund 8.000 Kilowattstunden muss Mehrkosten von circa 11 Euro im Monat einkalkulieren. Für eine 100 Quadratmeter-Wohnung und drei Personen steigt der Preis um mehr als 20 Euro.

Ohne Preisanpassungsklausel wird es mehr

Die Preisanpassung per 1. Februar 2022 gilt für alle Produkte der regionalen Energievertriebsgesellschaften der EAA, die im Preisblatt keine detaillierten Preisanpassungsklauseln haben: Energie Burgenland Vertrieb GmbH & Co KG, EVN Energievertrieb GmbH & Co KG und Wien Energie Vertrieb GmbH & Co KG.  Argumentiert wird die Preisanpassung mit der Entwicklung an den Großhandelsmärkten, die bei der Indexveränderung von mehr als vier Punkten automatisch zu tragen kommen. Ungeachtet dessen zählen die Unternehmen der EnergieAllianz Austria auch nach der Preisanpassung zu den günstigsten Energieanbietern am Markt!

Bei Problemen: Mediationsstelle!

Wer ob der steigenden Rechnungen in finanzielle Schieflage gerät, kann sich laut Energie AG an die eigens eingerichtete Mediationsstelle wenden, die in Zusammenarbeit mit sozialen Vereinen betroffene Kunden unterstützt.

Energie treibt Inflation an

Auch die Österreichische Nationalbank rechnet mit einer steigenden Energiepreisen, die als ein Faktor in die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate einzahlen werden. Diese dürfte laut Prognose von 2,8 Prozent im Jahr 2021 auf 3,2 Prozent im Jahr 2022 steigen.