Bayreuth Walküre im Nitsch-Museum

Der Universalkünstler Hermann Nitsch wurde von den Bayreuther Festspielen eingeladen, im Sommer 2021 eine konzertante Version von Richard Wagners "Die Walküre" szenisch zu begleiten. Nitsch hat für jeden der drei Akte eine umfangreiche Malaktion konzipiert. Ein großer Teil der bei den drei Aufführungen am Grünen Hügel in Bayreuth entstandenen Werke wird in der Ausstellung „Hermann Nitsch – Bayreuth Walküre“ ab 10. Oktober 2021 im Nitsch Museum Mistelbach erstmals zu sehen sein. Ein Mitschnitt der Generalprobe komplettiert die Schau.

Hermann Nitsch

Alle drei Akte der „Walküre“ wurden von einer in sich geschlossenen Malaktion begleitet, bei der die Partitur mithilfe von zehn Malassistenten Szene für Szene in leuchtende Farben transformiert wurde. Pro Aufführung wurden bis zu 1000 Liter Farbe verschüttet. Die daraus entstandenen Boden- und Wandschüttbilder sind die Basis für eine  Gesamtinstallation, die bis 4. September 2022 in der Ausstellungshalle in Mistelbach zu sehen ist. Zudem zeigt die Ausstellung Einblicke in die Aufführung aus Bayreuth. Die raumübergreifende Installation im Nitsch Museum versteht sich als Vorbote auf das 6-Tage-Spiel in Prinzendorf, welches im Juli 2022 stattfinden wird.

Schüttbilder

Nitsch trifft Katharina Wagner
 

Unter dem Titel „Nitsch trifft …“ lädt Hermann Nitsch Jahr für Jahr bekannte Persönlichkeiten zu einem Gedankenaustausch nach Mistelbach in sein Museum ein.
Am 27. November 2021, 18 Uhr, wird die Veranstaltungsreihe mit der Festspielleiterin der Bayreuther Festspiele, Prof. Katharina Wagner, fortgesetzt.

Das Nitsch Museum Mistelbach, Waldstraße 44-46, ist jeweils Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Wintersperre im Dezember und Jänner).

Hermann Nitsch
Autor: Andi Dirnberger, 08.10.2021