Zero Gravity: Faire Bohne trifft auf süße Versuchung

Bei Petra Köfer und Markus Ogris duftet es den ganzen Tag nach frisch Geröstetem. Die Branchenneulinge leben nach dem Prinzip "Qualität vor Quantität" und überzeugen im "Zero Gravity Coffee & Cocoa" in der Klagenfurter Innenstadt mit einem erfrischenden Shop-Konzept. "Die bunten Macarons sind meine ganz besondere Leidenschaft und eine eigene Wissenschaft", so Köfer. Den Geschmack will Köfer den Kunden nicht aufdrücken, ihren Stil aber sehr wohl. Ihr Netzwerk beliefert sie mit feinster Schokolade, zarten Pralinen und Trüffel vieler Geschmacksrichtungen, welche saisonal variieren. Köstliche Eclairs, Tartelettes und Madeleines sowie die zauberhaften Macarons werden selbst hergestellt. Und weil Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, hat Köfer jetzt Valentinstags-Macarons gezaubert, die nicht nur die Geschmacksnerven, sondern auch das Herz treffen sollen.

Goldrichtige Entscheidung

Parallel zu Köfers Backeifer reifte auch Markus Ogris‘ Idee einer eigenen Marke, die sich rund um das Thema fairen Kaffee drehen soll. Als sich die Chance genau für diesen Standort in der Klagenfurter Innenstadt bot, packten sie die ihnen bietende Gelegenheit spontan am Schopf und verwirklichten ihren Traum der Selbstständigkeit. Mit ganz eigenen Ideen und dennoch als Business-Gespann. "Wie für viele andere war unsere Gründungsphase während des ersten Corona-Lockdowns auch eine Zeit der Entschleunigung. Natürlich waren wir ein bisschen traurig, dass es nicht gleich losging. Stattdessen konnten wir die Zeit dafür nutzen, nochmal in uns zu gehen und unser Konzept zu prüfen, um dann festzustellen, dass wir goldrichtig für uns selbst liegen und daran nichts ändern möchten", verrät Petra Köfer die ungewöhnliche Startphase ihres Unternehmens.

Macarons in Herzform für den Valentinstag 2021 | Credit: Zero Gravity Coffee & Cocoa

Third Wave of Coffee

Markus Ogris röstet selbst, weil er den blumigen Geschmack der Kaffeestrauch-Frucht erhalten möchte. Sein schonendes Röstverfahren verspricht einen bekömmlicheren und magenschonenderen Genuss ohne scheinbar sauren Geschmack im Mund. "Wenn ein leichter Hauch von Jasmin oder Pfirsich dabei ist, ist der Kaffee perfekt", verrät der Jungunternehmer. "Nach einer Zeit der vielen Kostproben und dem Ausprobieren habe ich meinen eigenen Stil gefunden", erzählt Markus Ogris über seine Liebe zur braunen Bohne. Das Ergebnis ist Ogris‘ ganz persönlicher Sweetspot beim Kaffee. Mit dem perfekten Ausgleich zwischen Säure und Bitterstoffen hat er sein eigenes Programm entwickelt. Dabei surft Ogris auf der sogenannten dritten Welle der Kaffeeentwicklung. "Die third wave of coffee ist eine Konsumhaltung, die für die Produktion von hochqualitativem Kaffee steht und Kaffee, ähnlich wie Wein, Schokolade, Gin oder Craft Bier, als Genussmittel und nicht als bloße Ware betrachtet", weiß Ogris.

Petra Köfer & Markus Ogris in ihren Lokal | Credit: Helge Bauer

Qualität & Fairness

Die Lieferanten für Süßes kennt Petra Köfer alle persönlich. Sie steht für regionale Qualität und Nachhaltigkeit, arbeitet mit kleinen biozertifizierten und fairen Betrieben zusammen. Auch hinsichtlich des Geschäftslokals hatten die beiden Glück im Unglück: "Die Sorge um das zugesagte Geschäftslokal war unberechtigt. Wir haben auch hier tolle Kooperationspartner gehabt, die uns aufgrund der prekären Lockdown-Situation menschlich entgegengekommen sind." Da man nicht abschätzen konnte, wie lange die Situation anhalten würde, redete man sich zusammen, sodass es für beide Seiten passt.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 15.01.2021