Unwetter in Kärnten: Überflutungen, Stromausfälle und 150 Einsätze
Ein massives Unwetter hat am Samstagnachmittag weite Teile Kärntens getroffen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Starkregen, Hagel und orkanartige Sturmböen haben innerhalb kürzester Zeit für massive Schäden gesorgt. Insgesamt sind rund 150 Feuerwehreinsätze gezählt worden. Besonders betroffen waren die Bezirke Spittal an der Drau, Villach-Land, Villach und Klagenfurt-Land.
- Starkregen setzt Häuser unter Wasser
- Sturmböen und Stromausfälle
- Dramatische Szenen in Greifenburg
- Autounfall und Felssturz
- Feuerwehren im Dauereinsatz
- Aufräumarbeiten laufen weiter
Ein massives Unwetter hat am Samstagnachmittag weite Teile Kärntens getroffen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Starkregen, Hagel und orkanartige Sturmböen haben innerhalb kürzester Zeit für massive Schäden gesorgt. Insgesamt sind rund 150 Feuerwehreinsätze gezählt worden. Besonders betroffen waren die Bezirke Spittal an der Drau, Villach-Land, Villach und Klagenfurt-Land.
Starkregen setzt Häuser und Keller unter Wasser
Im oberen Drautal rund um Greifenburg beginnt das Unwetter gegen 16.00 Uhr mit voller Wucht. Innerhalb von nur einer Stunde fallen laut Angaben bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Wassermassen können vielerorts nicht mehr abfließen und überfluten zahlreiche Gebäude.
Rund 15 Häuser stehen unter Wasser, in einigen Erdgeschossen erreicht der Pegel bis zu 20 Zentimeter. Keller laufen voll, die Feuerwehr steht im Dauereinsatz, um die betroffenen Gebäude auszupumpen. Die Schäden an Gebäuden und Inventar sind erheblich.
Sturmböen reißen Bäume um und sorgen für Stromausfälle
Neben den Wassermassen sorgen heftige Sturmböen für zusätzliche Gefahr. Immer wieder werden Bäume entwurzelt und blockieren Straßen oder beschädigen Infrastruktur. In mehreren Fällen fallen Bäume auf Stromleitungen, wodurch rund 2.000 Haushalte zeitweise ohne Strom sind.
Teilweise dauern die Stromausfälle bis in die Nacht und auch am Sonntag sind vereinzelt Haushalte noch betroffen.
Dramatische Szenen bei Festgelände in Greifenburg
Besonders brenzlig wird die Lage bei einem Festgelände in Greifenburg. Zwei große Fichten werden durch den Sturm entwurzelt und stürzen direkt auf ein Vorzelt. Mehrere Personen können sich nur in letzter Sekunde in Sicherheit bringen.
Ein geplantes Jubiläumsfest muss abgesagt werden. Die Schäden am Gelände sind massiv, verletzt wird glücklicherweise niemand.
Autounfall und Felssturz während des Unwetters
Das Unwetter sorgt auch für gefährliche Situationen im Straßenverkehr. Eine zweifache Mutter versucht, ihr Auto vor Hagel zu schützen, kommt von der Straße ab und überschlägt sich. Sie wird nur leicht verletzt, das Fahrzeug ist schwer beschädigt.
Zusätzlich löst sich ein rund 1,5 Meter großer Felsbrocken und rollt auf eine Gemeindestraße. Zum Zeitpunkt des Abgangs befindet sich niemand im Gefahrenbereich.
Feuerwehren im Dauereinsatz in Villach
Auch in Villach spitzt sich die Lage zu. Mehr als 50 Einsätze werden allein dort registriert. Besonders betroffen ist eine Siedlung im Stadtteil Auen, wo zahlreiche Keller gleichzeitig volllaufen.
Neben Wohnhäusern sind auch Geschäfte, Betriebsobjekte und militärische Einrichtungen betroffen. Fahrzeuge müssen aus überfluteten Unterführungen geborgen werden, während Einsatzkräfte zahlreiche Gefahrenstellen absichern.
Aufräumarbeiten dauern weiter an
Nach dem Unwetter laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Feuerwehren, Einsatzkräfte und freiwillige Helfer stehen weiterhin im Einsatz, um Schäden zu beseitigen und betroffene Gebiete zu sichern.
Trotz der massiven Auswirkungen gibt es eine wichtige Entwarnung: Schwere Personenschäden bleiben aus. Der Fokus liegt nun auf der Schadensbewältigung und der Wiederherstellung der Infrastruktur.