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Arbeitsmarktservice: Die Arbeitslosigkeit bleibt laut AMS-Chef Johannes Kopf hoch.
Arbeitsmarktservice: Ein Studium bleibt laut AMS-Chef der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.
Arbeitsmarktservice: Ein Studium bleibt laut AMS-Chef der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.
APA-Images / profil / Alexandra Unger

Arbeitslosigkeit steigt: Das rät der AMS-Chef

04.08.2026 um 13:48, Yunus Emre Kurt
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Die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, doch in einigen Berufen fehlen weiterhin Fachkräfte. AMS-Chef Johannes Kopf erklärt, welche Ausbildung beste Chancen bietet.

Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Zwar erwartet AMS-Vorstand Johannes Kopf in den kommenden Monaten eine leichte Entspannung, von einer deutlichen Trendwende könne aber keine Rede sein. Die Arbeitslosigkeit werde zwar zurückgehen, jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben.

Im Interview in der ZiB 2 erklärte Kopf, dass derzeit vor allem Berufseinsteiger und junge Akademiker mit einer schwierigeren Jobsuche konfrontiert seien. Gleichzeitig gebe es Branchen, in denen weiterhin dringend Fachkräfte gesucht werden.

Arbeitslosigkeit bleibt hoch

Laut Kopf hat sich die Zahl der Studienabschlüsse in den vergangenen Jahrzehnten stark erhöht. Während Anfang der 1990er-Jahre rund 15.000 Personen jährlich ein Studium abschlossen, sind es heute etwa 60.000.

Trotz des Anstiegs relativierte der AMS-Chef die Entwicklung. Akademiker hätten nach wie vor bessere Beschäftigungschancen als viele andere Berufsgruppen. Besonders für Jungakademiker sei die Jobsuche derzeit jedoch schwieriger, weil Unternehmen in wirtschaftlich angespannten Zeiten bei Neueinstellungen zurückhaltender seien.

Einen deutlichen Zusammenhang zwischen der steigenden Arbeitslosigkeit und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz sieht Kopf derzeit noch nicht.

Lehrberufe besonders gefragt

Gleichzeitig verwies der AMS-Chef auf zahlreiche offene Stellen in klassischen Lehrberufen. Vor allem im Handwerk, etwa bei Installateuren, fehle es weiterhin an qualifizierten Fachkräften.

Als Grund nennt Kopf den Rückgang bei den Lehrlingen. Immer weniger Jugendliche würden sich für eine Lehre entscheiden, während die Zahl der Studienabschlüsse deutlich gestiegen sei. Ein guter Lehrabschluss habe deshalb weiterhin hervorragende Zukunftschancen.

Dennoch bleibt für Kopf auch ein Studium ein wichtiger Schutz vor Arbeitslosigkeit. Entscheidend seien vor allem Lernfähigkeit und Lernbereitschaft, Eigenschaften, die am Arbeitsmarkt zunehmend gefragt seien.

Kopf äußert sich zu längerer Arbeitszeit

Thema des Interviews war auch der Vorschlag, künftig erst nach 45 Beitragsjahren in Pension gehen zu können. Von starren gesetzlichen Grenzen hält der AMS-Chef allerdings wenig.

Statt verpflichtender Regelungen spricht sich Kopf für stärkere Anreize aus. Er gab zu bedenken, dass insbesondere Frauen aufgrund von Kinderbetreuungszeiten häufig keine 45 Beitragsjahre erreichen würden. Gleichzeitig sei es aus Sicht des Arbeitsmarktes notwendig, dass Menschen künftig insgesamt länger berufstätig bleiben.

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