Rekordjahr im Dorotheum

Das Jahr 2021 war das beste Jahr in der Geschichte des Hauses. Für Maria Lassnigs Werk wurde der höchste Preis markiert, der jemals bei einer Auktion für zeitgenössische Kunst erzielt wurde.
Autor: Pia Kulmesch, 17.12.2021 um 10:20 Uhr

Im Dorotheum standen 2021 die Zeichen auf Erfolg: es gab Weltrekordpreise in allen Malerei-Sparten, das beste Jahr für Moderne Kunst und das beste Jahr in der Geschichte des Hauses. Kunstwerke zählen zu den alternativen Geldanlagen und diese stehen hoch im Kurs. Martin Böhm, geschäftsführender Gesellschafter des Dorotheum resümiert: „Allein die rasch steigende Anzahl der Online-Gebote zeigt, dass unsere Angebote hervorragend angenommen werden. Dies auch dank der bereits vor der Pandemie groß angelegten Digitalstrategie des Hauses.“ Am Ausbau der digitalen Präsenz werde kontinuierlich gearbeitet.

Höchster Preis

Für 1,367 Millionen Euro wechselte Maria Lassnigs Großformat „Wilde Tiere sind gefährdet“ (1980) den Besitzer. Dies ist der höchste Preis, der je bei einer Auktion für zeitgenössische Kunst erzielt wurde. Mit anderen Worten: Erstmals knackte ein zeitgenössisches österreichisches Kunstwerk weltweit die Millionengrenze. Das drei mal zwei Meter große Hochformat sicherte sich ein Interessent via Telefon und setzte sich damit gegen einen Online-Bieter aus Großbritannien durch. Lasssnig wurde 1919 in der kleinen Kärntner Gemeinde Kappel am Krappfeld geboren und war eine der bedeutendsten europäischen Malerinnen. Berühmtheit erlangte sie vor allem aufgrund ihrer „Körperbewusstseinsbilder“. Gemeinsam mit Arnulf Rainer gilt sie als Begründerin der informellen Malerei in Österreich.

Moderne punktete

Obwohl man die Ausstellung der November-Auktion nur virtuell besuchen und nur telefonisch, schriftlich sowie per Live Bidding an der Auktion teilnehmen konnte, fuhr die Sparte Moderne Kunst das beste Gesamtergebnis in der Geschichte des Dorotheum ein. An den Auktionen beteiligten sich Interessierte aus rund 90 Nationen.

Weltrekord für Kärntner Künstler

Weltrekord wurde durch 283.900 Euro für ein sechs Meter langes Alpenpanorama von Markus Pernhart aus dem 19. Jahrhundert erzielt. Pernhart erlangte vor allem durch seine Darstellungen Kärntens Berühmtheit. Er wurde 1824 in Untermieger geboren und starb 1871 in St. Ruprecht bei Klagenfurt.