Kriminell guter Kärntner Leseherbst

Lesen entspannt und reduziert Stress, es macht das Gehirn leistungsfähiger und hält es jung, es erweitert unseren Wortschatz, es fördert die Kreativität, es stärkt die Aufmerksamkeit und Konzentration und entwicket analytische Fähigkeiten. Vor allem die drei letzten Punkte können Sie mit unseren Lesetipps fördern - wir stellen Ihnen fünf spannende Krimis vor, die von Kärntner Autoren geschrieben wurden oder die Kärnten zum Schauplatz der Mörderjagd auserkoren haben.

Die Kärntner Bestsellerautorin Andrea Nagele | Credit: Barbara Essl

"Du darfst nicht sterben"

Die Klagenfurter Autorin Andrea Nagele ist bekannt für ihre Grado-Krimireihe, aus der sie immer wieder ausbricht und neue Tatorte erschafft. Zum Inhalt: Lili und Anne sind eineiige Zwillinge, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch eine verhängnisvolle Leidenschaft verbindet die Schwestern: Beide haben eine Beziehung mit dem charismatischen Paul, der erst nach und nach seine dunkle Seite offenbart. Was als Liebe beginnt, mündet in einen Alptraum aus Lügen und Mord. Als Lili und Anne begreifen, dass man sie in eine tödliche Falle gelockt hat, wird ihnen klar, dass sie nur eine Chance haben: Sie müssen zusammenhalten.

Roland Zingerle: "Kärntner Totenmesse" | Credit: Kärntner Messen/Zangerle

"Kärntner Totenmesse"

Roland Zingerle führt die "Wörthersee Krimi"-Reihe mit diesem Werk fort. Zum Inhalt: Während der Klagenfurter Herbstmesse wird der unbeliebte Landesrat Rudi Moritsch erwürgt auf einer Toilette aufgefunden. Seine in einem Nobel-Altenheim lebende Mutter beauftragt Berufsdetektiv Heinz Sablatnig damit, den Mörder zu finden. Sablatnig, der schwer mit einer Depression zu kämpfen hat, kommt einem Komplott auf die Spur, in das die Kärntner Politik, die katholische Kirche und eine Immobilien-Investmentgruppe verstrickt zu sein scheinen.

Autorin Christina Jonke | Credit: CJ

"Letzter Vorhang"

Eine „Mini-Serie“ von drei Krimis hat sich die Autorin Christina Jonke zu schreiben vorgenommen – nun liegt der (vorerst) letzte Band auf. Doch sie lässt die Hoffnung nicht sterben: Die Lust, die Serie doch noch fortzusetzen ist sehr groß. Zum Inahlt: Walter Zemmler ist - beziehungsweise war - ein skrupelloser Baulöwe, nun liegt er tot am Fuße der Burgruine Leonstain, was das Ermittlerduo Benjamin Groß und Tonja Stein zum Ort des Geschehens ruft. Die beiden sind schon aus den beiden anderen Bänden bekannt: Er ist Bezirkskriminalinspektor und Tonja ist seine Schwägerin, von Beruf Taxiunternehmerin und von Berufung Krimiautorin. Sie ergänzen sich perfekt, denn was dem etwas schwerfälligen Ben nicht über die Lippen kommt, spricht Tonja frisch und frei an – genau das ist ihr gemeinsames Erfolgsgeheimnis. In dieser Ermittlungsweise kommen sie dem Baumeister und seinen Missetaten schnell auf die Spur. Doch halt, er ist ja das Opfer! Es gibt also viele Verdächtige im nahen und weiten Umfeld und manchmal überlegt Tonja durchaus, ob der zu findende Täter oder die Täterin nicht einfach aus Notwehr gehandelt hat. Jedenfalls wünscht sie sich zwischendurch immer wieder, dass ein verständnisvoller Richter letzten Ende diesen Fall so beurteilen möge. Aber nein, so geht das natürlich nicht, denn schließlich ist Selbstjustiz keine Lösung!

Alexandra Bleyer | Credit: Peter Lukacovic

"Waidmannsruh"

Alexandra Bleyer ist Autorin mit Leib und Seele, die zufällig mit ihrer Inspirationsquelle verheiratet ist: Ihr Mann ist Polizist und Jäger und gewährt ihr einen exklusiven Einblick in gut gehütete (Jagd-) Geheimnisse. Mit "Waidmannsruh" erweitert die Autorin ihre Jagdkrimi-Reihe um einen witzig-skurrilen fünften Fall. Schlagfertig, halsstarrig und stets zänkisch, ein kauziger »Grantnzipf«: Das ist Hauptfigur Sepp Flattacher, der sich durch Kärnten ermittelt. Zum Inhalt: Wenn zwei Jäger um die Trophäe des Einserhirsches streiten, ist der ewig grantelnde Aufsichtsjäger als Schlichter gefragt. Dabei ist Diplomatie nicht gerade die herausragendste Charaktereigenschaft des eigenbrötlerischen Kärntners. Aber ermitteln, das kann er! Und genau das muss er auch, als einer der Männer unfreiwillig in die ewigen Jagdgründe eingeht. Denn Sepp hat berechtigte Zweifel, dass die Hintergründe der Tat zwingend in der Jägerei zu suchen sind.

Stefan Maiwald | Credit: Heike Bogenberger

"Die Tote im Stadl"

Autor Stefan Maiwald lebt mit seiner Familie in Grado in Italien. Für seinen ersten Kriminalroman wählt er sein Lieblings-Urlaubsdomizil Bad Kleinkirchheim als Ort des Verbrechens. Zum Inhalt: Eingebettet in ein Tal der Gurktaler Alpen und von einem eindrucksvollen Bergpanorama umgeben liegt der beschauliche Ort Bad Kleinkirchheim. Doch die Kärntner Gemeinde hat Hotspot-Ambitionen: Das Geschäft mit Ski-Weltcup und Alpin-Tourismus boomt. Nun sollen neue Hotels den Ort zum absoluten Wintereldorado machen. Als ein Mord droht, den Saisonauftakt zu ruinieren, tritt der Wiener Chefinspektor Wendelin Kerschbaumer in Aktion.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 30.09.2020