Gefährlicher Vorfall: Darum war die Koralmbahn gesperrt
Ein extrem gefährlicher Vorfall hat auf der Koralmbahnstrecke für eine stundenlange Sperrung und einen intensiven Polizeieinsatz gesorgt. Am späten Nachmittag des 18. Juli kletterten mehrere Jugendliche im Bereich des Bahnhofs Kühnsdorf auf das Dach eines fahrenden Zuges in Richtung Graz. Die gefährliche Aktion rund um die Trainsurfer auf der Koralmbahn bei Kühnsdorf hatte nicht nur massive Verzögerungen im Bahnverkehr zur Folge, sondern führt nun auch zu schweren rechtlichen und finanziellen Konsequenzen für die Beteiligten.
Der Zug musste schlussendlich im Koralmtunnel per Nothalt gestoppt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Stundenlange Tunnelsperre und Suchaktion der ÖBB
Nach der Alarmierung stoppten die ÖBB die Garnitur im Koralmtunnel im Bereich einer Nothaltestelle. ÖBB-Mitarbeiter beobachteten daraufhin, wie zwei der Jugendlichen aus dem Tunnel flüchteten. Da jedoch nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch eine weitere Person im Gefahrenbereich befand, wurde die gesamte Bahnstrecke um 19:25 Uhr in beide Richtungen komplett gesperrt. Mittels hochauflösender Videoüberwachung und Sicherheitspersonal durchsuchten die Einsatzkräfte den Tunnel akribisch, ehe der Bahnverkehr gegen 22:00 Uhr wieder freigegeben werden konnte.
Erster Tatverdächtiger ausgeforscht und Anzeige erstattet
Dank eines anonymen Hinweises und der Auswertung des Videomaterials gelang der Polizei am 21. Juli ein ermittlungstaktischer Durchbruch: Ein 19-jähriger Mann aus Wien konnte als einer von drei Tatverdächtigen ausfindig gemacht und einvernommen werden. Dem jungen Mann wird vorgeworfen, die körperliche Sicherheit mehrerer Personen gefährdet zu haben. Neben Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt und die Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg werden dem 19-Jährigen zudem die gesamten Kosten des Polizeieinsatzes in Rechnung gestellt. Die Fahndung nach den beiden Komplizen läuft auf Hochtouren.