Klagenfurt als energieeffiziente Gemeinde bestätigt

Für Klagenfurt gibt es eine gute Meldung: aufgrund der Bemühungen in Sachen Klima- und Umweltschutz wurde das vierte "e" der Landeshauptstadt bestätigt, und dies trotz Verschärfung der Richtlinien. Im Vergleich mit der letzten Zertifizierung konnte die Punktezahl im "e5"-Programm verbessert und das vierte "e" bestätigt werden. Zurzeit sind 47 Kommunen Teil des "e5"-Landesprogramms und es werden immer mehr, denn aktuell gibt es 18 Anwärter, die beitreten wollen. Die "e5"-Gemeinden sind für das Land Klagenfurt sehr wichtige Partner, wenn es um die Umsetzung der Energiewende und der Klimaschutz-Ziele geht, informiert Umwelt- und Klimaschutz-Landesrätin Schaar. Die "e5"-Gemeinden leisten zukunftsweisende Arbeit in puncto Energieeffizienz, Klimaschutz und Bewusstseinsbildung in Kärnten.

Reduktion von Treibhausgasemissionen

Die Landeshauptstadt ist bereits seit 2011 "e5"-Gemeinde. So ist sie offiziell als energieeffiziente Gemeinde ausgezeichnet. Klagenfurt bekennt sich damit zu einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Entwicklung. Die Mobilitätsziele (Aktionsplan Mobilität) sind im Stadtentwicklungskonzept (SteK) festgeschrieben, die Energieziele im „SEAP“ (Sustainable Energy Action Plan). Außerdem verfolgt die Stadt seit 2018 eine Smart City Strategie, womit Verringerungen der Treibhausgasemissionen erreicht, Klimawandelanpassungen durchgeführt und weiterhin Verbesserungen der Luftgüte vorgenommen werden. Bis 2030 sollen in der Stadt Klagenfurt die Treibhausgasemissionen um 70 % und bis zum Jahr 2040 um 90 % reduziert werden, Bezug nehmend auf das Ausgangsjahr 2011.
Der zuständige Referent für Energie-, Klima- und Umweltschutz, Alois Dolinar, setzt darauf, dass die Potentiale der Stadt noch weiter ausgebaut werden, die für die Erreichung des fünften "e" notwendig sind. Den täglichen Bemühungen vieler Mitarbeiter sei es zu verdanken, dass Klagenfurt ein weiteres Mal mit 313,1 von möglichen 463 Punkten, das heißt mit vier von fünf erreichbaren "e" ausgezeichnet wurde.
Besonders positiv fällt auf, dass Klagenfurt mit über 80 Prozent Biomasse überwiegend CO2-neutral und feinstaubfrei heizt. Die KMG (Klagenfurt Mobil GmbH) sorgen mit über 65 Bussen für die Beförderung von jährlich rund 20 Millionen Fahrgästen, hervorgehoben wurden aber auch der Fahrradverleih nextbike Klagenfurt und der E-Scooter-Verleih. Überzeugt haben außerdem die Schaffung von Mobilitätsknotenpunkten bei städtebaulichen Projekten wie Hi Harbach oder Lakeside Park, die Einführung einer Energiebuchhaltung sowie die Teilnahme Klagenfurts an zahlreichen nationalen und europäischen Projekten wie z.B. dem EU-Projekt NEKTEO, „Green School Energy“ oder KEBIB.

Autor: Pia Kulmesch, 13.01.2022