Kärnten Bonus: Auszahlungs-Start im Juli

Kärnten ist das erste Bundesland, das mit Bonuszahlungen gegen die Teuerungswelle vorgeht. Ab Mitte Juli wird der Kärnten Bonus in Höhe von 200 Euro in drei Stufen ausgezahlt.
Autor: Pia Kulmesch, 14.06.2022 um 10:27 Uhr

Österreich ist momentan von der stärksten Teuerungswelle seit mehreren Jahrzehnten betroffen. Die Inflationsspirale drehte sich von 2,6 Prozent im Vorjahr auf mittlerweile rund 7 Prozent. Wie LH Kaiser und Sozialreferentin LHStv.in Prettner informieren, wird am heutigen Dienstag in der Regierungssitzung der Kärnten Bonus mit seinem konkreten Auszahlungsmodus beschlossen. Damit werden Menschen unterstützt, „die immer größere Probleme haben, finanziell über die Runden zu kommen“. Rund 50.000 Haushalte sind anspruchsberechtigt, und zwar folgende Personengruppen: Kärntner, die eine soziale Leistung (Sozialhilfe, Wohnbeihilfe, Familienzuschuss, Heizkostenzuschuss, Ausgleichszulage etc.) erhalten, außerdem Personen bzw. Haushalte mit einem monatlichen Netto-Einkommen von bis zu 1.328 Euro (alleinstehend/alleinerziehend) bzw. von 1.992 Euro (Paar). Für jedes weitere Haushaltsmitglied erhöht sich die Einkommensgrenze um je 400 Euro. Alles in allem wird sich die Auszahlungssumme auf rund 10 Millionen Euro belaufen. „Die Auszahlung erfolgt in einem dreistufigen, bürgerserviceorientierten System, beginnend mit all jenen Menschen, die bereits jetzt eine andere Sozialleistung in Kärnten erhalten“, so Kaiser und Prettner. Ab August folgen die Phasen zwei und drei. Dann können Anträge online oder am Gemeindeamt gestellt werden. Außerdem werden Anspruchsberechtigte die Möglichkeit haben, zwischen einer Überweisung auf das Konto und einer Direktzahlung per Post auszuwählen.
Sozialreferentin Prettner betont, dass das Land Kärnten in den vergangenen Monaten bereits verschiedene Unterstützungen erhöht hat, wie etwa den Heizkostenzuschuss, die Hilfe in besonderen Lebenslagen, die Wohnbeihilfe. „Für den Heizkostenzuschuss planen wir aber schon die nächste Erhöhung – sie wird rechtzeitig vor der kommenden Heizsaison im Herbst in Kraft treten.“