Junge Linke: Gedenkspaziergang durch Klagenfurt

Zum Tag der Befreiung von Auschwitz machten die Jungen Linken auf die nationalsozialistischen Verbrechen in Klagenfurt aufmerksam.
Autor: Pia Kulmesch, 31.01.2022 um 09:24 Uhr

Anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee gingen die Jungen Linken bei einem Gedenkspaziergang durch die Stadt und erinnerten an die Geschichten der Opfer des Nationalsozialismus in Klagenfurt. Der Spaziergang führte die Teilnehmer zum ehemaligen Gestapo-Hauptquartier im Burghof, in dem während der NS-Zeit mutige Widerstandskämpfer ermordet wurden. Danach ging es über das geschichtsrevisionistische und rechtsextreme Denkmal am Domplatz zum ehemaligen jüdischen Bethaus in der Platzgasse.
Zu Wort meldete sich die 20-jährige Salma Youssef, Aktivistin der Jungen Linken Klagenfurt: „Der Nationalsozialismus und der Holocaust waren nur möglich, weil viele Menschen dieses Terror-Regime mitgetragen haben. Es ist wichtig, zu verstehen, warum es so viele Täter gab, wer von den Nazis verfolgt wurde und wer antifaschistischen Widerstand leistete.“ Es brauche eine lebendige Gedenkkultur und ein entschlossenes Auftreten gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.