IV Kärnten: konstruktive Stimmen

Die IV Kärnten feierte ihr 75-jähriges Jubiläum auf Burg Taggenbrunn. Mit Mitgliedern und Gästen wurde ein Blick zurück auf die Entwicklung sowie auf die Herausforderung der Zukunft geworfen. Außerdem gab es eine Jubiläumsspende.
Autor: Pia Kulmesch, 07.07.2022 um 11:39 Uhr

In seinen Begrüßungsworten machte IV-Kärnten-Präsident Timo Springer auf das blühende Industrieland aufmerksam, das aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges entstanden sei. Die Industrie habe sich trotz aller Schwierigkeiten – ob Finanzkrise oder Pandemie – im internationalen Wettbewerb behauptet und einen gewaltigen Strukturwandel hingelegt. Außerdem ging Springer darauf ein, dass das Land für junge, talentierte und engagierte Menschen attraktiver gemacht werden solle.
In verschiedenen Videos kamen wesentliche Gestalter des angesprochenen Strukturwandels aus verschiedenen Branchen der Industrie zu Wort.

Positive Zusammenarbeit

Ute Pichler moderierte zwei Gesprächsrunden, in denen unter anderem die Vertreter der Sozialpartner die positive Zusammenarbeit selbiger im Kärnten würdigten. Diese tauschen sich in Sitzungen mit der Landesregierung über wichtige Zukunftsthemen aus. Außerdem wurde die enge Verbundenheit der Bildungsinstitutionen mit der Industrie betont.

Industrie- und Technologieland

Das Bild von Kärnten als Urlaubsort sei überholt, erklärte der IV-Kärnten-Präsident Springer. Das Bundesland sei heute in erster Linie ein Industrie- und Technologieland am Sprung zu Hightech mit zusätzlichem Potenzial als Logistikdrehscheibe im Herzen Europas.

75.000 Euro Jubiläumsspende

In diesen schwierigen Zeiten der extremen Preissteigerungen und Unwetterkatastrophen überreichte das Präsidium der IV Kärnten der Aktion „Kärntner in Not“ 75.000 Euro. Dazu gesellten sich ranghohe Vertreter der Kärntner Landespolitik: Landeshauptmann Peter Kaiser, der Parallelen zwischen dem Land, das seit 1947 neun Landeshauptleute hatte und der IV Kärnten, die seither neun Präsidenten hatte, zog. Sowie Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig, der auf ein anderes Detail einging: Es war die Interessensvertretung der Industrie, die sich schon im 19. Jahrhundert für das Wahlrecht der Arbeitnehmer einsetzte.

Junge Stimmen

Im Finale der Veranstaltung war pure Freude angesagt: Forscher-Kinder aus dem Kindergarten Sonnenschein und deren Eltern, dazu der Jugendchor der Singakademie Carinthia. Sie verzauberten das Publikum mit Betthovens/Schillers „Ode an die Freude“.