SK Austria Klagenfurt Boss Harald Gärtner im Gespräch

Weekend: Wie zufrieden sind Sie mit dem Start in die Meisterschaft?
Harald Gärtner: Mit unseren Leistungen vor eigener Kulisse bin ich schon sehr zufrieden, wir haben uns mit vier Siegen zu Hause zu einer richtiggehenden Heimmacht entwickelt. Auswärts haben wir jedoch unnötig Punkte liegen gelassen und schöpfen unser Potenzial noch nicht voll aus. Wir arbeiten allerdings hart daran, uns von Woche zu Woche zu verbessern. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Liga in dieser Saison ein deutlich höheres, ausgeglicheneres Niveau als in der vergangenen aufweist.

Weekend: Wie schätzen Sie die Chancen eines Aufstiegs in dieser Spielzeit ein?
Harald Gärtner: Wir konnten unserem Kader mit Spielern wie Thorsten Mahrer und Markus Pink, die bereits über Bundesligaerfahrung verfügen, eine noch stärkere Qualität verleihen und zudem vielversprechende Talente wie Christopher Cvetko verpflichten. Unsere komplette Mannschaft brennt außerdem darauf, bis zum letzten Spieltag mitzuspielen, um die Meisterschaft zu realisieren. Der Gewinn einer solchen gleicht jedoch einem Marathon: Es ist ein langfristiges Ziel mit mehreren Höhen und Tiefen.

Weekend: Inwieweit berührt die aktuelle Corona-Krise Ihren Verein?
Harald Gärtner: Diese Pandemie stellt für uns auf mehreren Ebenen eine Herausforderung dar: Zum einen verursacht die Umsetzung eines sicheren Hygienekonzepts für Heimspiele einen deutlichen finanziellen Mehraufwand, zum anderen bewirken ausbleibende Ticketverkäufe in Lockdown-Zeiten einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Wir lernen allerdings täglich besser mit diesen Herausforderungen umzugehen und wollen auch unseren Beitrag im Kampf gegen Corona leisten. Es muss jedoch unser aller Ziel sein, möglichst rasch wieder vor Publikum in den Stadien spielen zu können, da Fußball von den Emotionen der Fans lebt.

Die Geschäftsführung des SK Austria Klagenfurt

Weekend: Wie wichtig sind in einer solchen Situation finanzkräftige Partner?
Harald Gärtner: Das langfristig angelegte Engagement unserer Gesellschafter Zeljko und Tomislav Karajica gibt unserem Verein Sicherheit und eine solide finanzielle Basis. Dadurch lässt sich die aktuelle Krise ebenfalls leichter überbrücken. Um unseren Weg auch in Zukunft erfolgreich weitergehen zu können, streben wir aber zusätzliche Partnerschaften mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien an.

Weekend: Welche Zukunftspläne verfolgen Sie außerdem?
Harald Gärtner: Wir möchten die Austria als ein Aushängeschild Klagenfurts etablieren, auf das die ganze Region stolz ist und mit dem sich die Fans leidenschaftlich identifizieren. Ferner möchten wir erreichen, dass in Klagenfurt wieder Bundesliga-Fußball vor ausverkauften Rängen gespielt wird und alle unsere Unterstützer von der Aufbruchsstimmung eines neuen Erfolgskapitels der Vereinsgeschichte erfasst werden.

Autor: Stefan Kohlmaier, 10.11.2020