100 Jahre Burgenland: 10 Fragen & Antworten

1. Woher kommt der Name Burgenland?

Der Name leitet sich von dem Wortteil "Burg" in den drei ungarischen Burgnamen Wieselburg (Moson), Ödenburg (Sopron) und Eisenburg (Vas) ab. Offiziell und verbindlich heißt das Bundesland, das Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg an Österreich abtrat, seit dem 25. Jänner 1921 "Burgenland".

2. Wie viele Einwohner hat das Burgenland?

Mit rund 294.500 Einwohnern (entspricht 74 Einwohnern pro Quadratkilometer) ist Burgenland das kleinste Bundesland Österreichs. Insgesamt besteht es aus den drei Regionen Nord-, Mittel- und Südburgenland.

Die insgesamt 171 Gemeinden (328 Orte) verteilen sich auf sieben Bezirke plus zwei Statutarstädte:

Nordburgenland

  • Eisenstadt
  • Eisenstadt-Umgebung
  • Neusiedl am See
  • Mattersburg
  • Rust

Mittelburgenland

  • Oberpullendorf

Südburgenland

  • Güssing
  • Jennersdorf
  • Oberwart

24 Orte verzeichnen dabei weniger als 100 Einwohner. Die meisten zählen Eisenstadt (9.132 Einwohner), Neusiedl (8.585 Einwohner), Mattersburg (7.456 Einwohner) und Oberwart (7.400 Einwohner).

Die Abkürzungen der Zulassungsbezirke lauten:

  • E (Eisenstadt-Stadt)
  • EU (Eisenstadt-Umgebung)
  • GS (Güssing)
  • JE (Jennersdorf)
  • MA (Mattersburg)
  • ND (Neusiedl am See)
  • OP (Oberpullendorf)
  • OW (Oberwart)

3. Wie viele Sprachen werden im Burgenland gesprochen?

Neben Deutsch werden im Burgenland Burgenland-Kroatisch, Ungarisch, Kroatisch und Romanes gesprochen.

4. Wo leben die meisten Burgenländer außerhalb des Burgenlandes?

Die meisten Burgenländer außerhalb des Burgenlandes leben in Wien - und in Chicago! In die amerikanische Metropole wanderten einst zahlreiche Menschen auf der Suche nach besseren wirtschaftlichen Chancen aus.

5. Was hat es mit der Symbolik des burgenländischen Landeswappens auf sich?

Ein roter, züngelnder Adler mit einem Schild auf der Brust, der auf einem schwarzen Stein sitzt - vor goldenem Hintergrund. Inspiriert und geprägt ist das Wappensymbol von zwei einst mächtigen burgenländischen Adelsdynastien, den Grafen von Güssing-Bernstein und den Mattersburger-Forchtensteinern.

Burgenland Landeswappen | Credit: iStock.com/Stock Ninja Studio

6. Warum ist die burgenländische Landesfahne rot-gold?

Es wird vermutet, dass die Farben auf die Fahne der Vandalen zurückgehen, die bis ins 4. Jahrhundert in der heutigen Grenzregion von Burgenland und Ungarn lebten.

Burgenland Fahne | Credit: iStock.com/Hermsdorf

7. Welcher ist der älteste Ort im Burgenland?

Mittlerweile ist urkundlich belegt, dass die Gemeinde Leithaprodersdorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung die älteste burgenländische Gemeinde ist. Gegründet wurde der Ort im Jahr 833.

8. Wie heißt die burgenländische Landeshymne?

"Mein Heimatvolk, mein Heimatland" ist der Titel der aus drei Strophen bestehenden burgenländischen Landeshymne. In Auftrag gegeben wurde sie 1935. Die Melodie stammt aus der Feder von Peter Zauner, der Text der Hymne von Dr. Ernst Görlich.

9. Der höchste und der tiefste Punkt im Burgenland befinden sich wo?

Als höchste Erhebung des Burgenlands gilt der Geschriebenstein mit einer Höhe von 884 Meter. Der tiefste Punkt (gerade einmal 114 Meter über der Adria) ist bei Apetlon zu finden.

10. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Burgenland und der UNESCO-Liste des Welterbes?

2001 wurde der Neusiedler See samt seiner Umgebung zum UNESCO-Welterbe ernannt. Das und weitere spannende Infos rund um den größten See Österreichs finden Sie übrigens hier.

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Autor: Manfred Vasik , 02.10.2020