Mitten am Tag: Lebensgefährliche Messer-Attacke in Innenstadt
- Bluttat am hellichten Nachmittag in der Wollzeile
- Festnahme und Waffenlager in Täterwohnung
- Hinweise auf Wahnhandlung und psychische Erkrankung
Am Donnerstag kam es in der Wiener Innere Stadt zu einem Großeinsatz der Polizei: In der bekannten Wollzeile erlitt ein 47-jähriger Mann durch einen Messerstich schwerste Verletzungen und schwebte vorübergehend in akuter Lebensgefahr. Die Polizei konnte einen 41-jährigen Tatverdächtigen festnehmen und ein beachtliches Waffenlager sicherstellen.
Bluttat am hellichten Nachmittag in der Wollzeile
Der Vorfall ereignete sich am 17. September 2026 gegen 14:00 Uhr mitten im belebten Zentrum der Bundeshauptstadt. Ein 41-jähriger österreichischer Staatsbürger steht im dringenden Verdacht, dem 47-jährigen Opfer im Vorbeigehen einen Stich in den linken Oberschenkel versetzt zu haben. Dabei wurde eine Hauptarterie durchtrennt, wodurch der Verletzte extrem viel Blut verlor und fast verblutete.
Einsatzkräfte der Berufsrettung Wien übernahmen die Notfallversorgung vor Ort und brachten den Mann umgehend in den Schockraum eines Spitals. Nach intensiven medizinischen Maßnahmen befindet sich das Opfer mittlerweile außer Lebensgefahr, ist derzeit jedoch noch nicht ansprechbar.
Festnahme und Waffenlager in Täterwohnung
Der Tatverdächtige entfernte sich nach der Attacke laut Polizeisprecherin Anna Gutt zunächst vom Tatort, kehrte jedoch kurz darauf wieder an die Örtlichkeit zurück. Alarmierten Beamten der Wiener Polizei gelang es, den Mann noch vor Ort vorläufig festzunehmen. Gegen den 41-Jährigen galt bereits vor der Tat ein behördliches Waffenverbot.
Bei einer gerichtlich angeordneten Durchsuchung seiner nahegelegenen Wohnung stießen die Polizisten auf ein beträchtliches Waffenarsenal: Insgesamt 15 Messer sowie drei Schwerter wurden von den Beamten am Wohnsitz des mutmaßlichen Täters in der Wollzeile vorgefunden und beschlagnahmt.
Hinweise auf Wahnhandlung und psychische Erkrankung
Der Festnahme folgte eine Anzeige wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung. Der 41-Jährige befindet sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang sowie zum Motiv laufen auf Hochtouren.
Wie Anna Gutt weekend.at mitteilt, befindet sich der Verdächtige in psychischer Behandlung. Da es nach aktuellem Stand keine unmittelbaren Augenzeugen der Tat gibt und der Verletzte noch nicht einvernommen werden konnte, ist unklar, ob zwischen den beiden Männern ein Naheverhältnis bestand. Derzeit deute vieles auf eine spontane Wahnhandlung hin.