Direkt zum Inhalt
Sasa Kalajdzic im Trikot des LASK während eines Bundesligaspiels
Wieder im Aufwind: Sasa Kalajdzic überzeugt beim LASK und klopft wieder an die Tür zum Nationalteam.
Wieder im Aufwind: Sasa Kalajdzic überzeugt beim LASK und klopft wieder an die Tür zum Nationalteam.
GEPA pictures/ Christian Moser

Sasa Kalajdzić: Der steinige Weg zurück

21.04.2026 um 16:32, Marcel Toifl
min read
Sasa Kalajdzic überzeugt beim LASK: Der Stürmer findet nach langer Pause zu alter Stärke zurück und visiert nun wieder einen Stammplatz im Nationalteam an.

Saša Kalajdžić arbeitet sich Schritt für Schritt zurück in den Spitzenfußball. Nach einer langen Leidenszeit rückt beim Angreifer nicht das Ergebnis, sondern der eigene Körper in den Mittelpunkt. Die Entwicklung verläuft sichtbar, Spiel für Spiel wächst die Belastbarkeit. Beim LASK erhält der Stürmer die Bühne für ein Comeback Die Zahlen stimmen, die Aussagen bleiben nüchtern. Auch die WM-Teilnahme rückt wieder in greifbare Nähe.

Lange Pause prägt den Neustart

Fast 15 Monate ohne Spielpraxis zeign ein maximal verkorkstes Jahr bei Wolverhampton. Kalajdžić kehrt mit klarer Priorität zurück nach Österreich. Gesundheit steht über allem. „Ich bin grundsätzlich zufrieden, es wird mit jeder Woche besser“, sagt Kalajdžić im Gespräch mit bundesliga.at.

Der Körper benötigt Zeit, die Intensität des Profifußballs kehrt nicht sofort zurück. Beim Wechsel zum LASK rückt genau dieser Aspekt in den Vordergrund. Der Angreifer sucht Stabilität, nicht sofortige Wirkung. Die lange Pause hinterlässt Spuren im Rhythmus, auch im Vertrauen in den eigenen Körper.

Der Weg zurück in die Startelf

Im Herbst agiert Kalajdžić noch dosiert. Einsätze erfolgen vorsichtig, Minuten bleiben begrenzt. Erst nach der Wintervorbereitung verändert sich die Rolle. Die Vorbereitung bringt Stabilität, der Angreifer rückt in die Startelf. „Ich bin voll im Training und habe auch wieder das Vertrauen in den Körper, dass er jeden Zweikampf aushält“, erklärt Kalajdžić gegenüber bundesliga.at weiter.

Besonders Luftduelle gelten als Gradmesser. Jeder zusätzliche Schritt festigt das Gefühl für den eigenen Körper und bereitet den Weg für künftige Aufgaben im Nationalteam vor.

Erste Zeichen der alten Stärke

Im Frühjahr folgen die ersten klaren Signale. Ein Assist gegen die WSG Tirol, dazu das erste Bundesliga-Tor seit fast sieben Jahren gegen Salzburg. Die Entwicklung verläuft nicht sprunghaft, sondern stetig. Der Stürmer bleibt bei der Einordnung zurückhaltend. „Wenn die Kraft und die Intensität da sind, werden auch wieder mehr Tore kommen“, sagt Kalajdžić. Sein Fokus liegt nicht auf Statistik, sondern auf Belastung über die volle Spielzeit.

Rolle im System des LASK

Im Spielsystem des LASK übernimmt Kalajdžić eine verbindende Funktion. Umschaltmomente dominieren den Angriff, der Zielspieler agiert oft als Bindeglied. Abschlüsse stehen nicht immer im Zentrum seiner Aktionen. Diese Rolle erklärt auch die moderate Ausbeute an direkten Torbeteiligungen. Der Angreifer arbeitet an der Positionierung im Strafraum, gleichzeitig erfüllt er taktische Aufgaben im Spielaufbau.

Auftritt gegen Sturm als Signal

Beim 1:1 gegen Sturm Graz am vergangenen Sonntag verdichtet sich die Entwicklung. Kalajdžić trifft im dritten Ligaspiel in Folge. Der Ausgleich fällt in einer Partie mit klarer Dominanz des LASK. 28:4 Abschlüsse sowie ein xG-Wert von 3,40 unterstreichen den Auftritt. Trainer Didi Kühbauer spricht im Nachgang von einer „unglaublichen Leistung“. Der Treffer des Angreifers steht exemplarisch für die aktuelle Phase: Präsenz über 90 Minuten, Wirkung in entscheidenden Momenten.

Blick Richtung Nationalteam

Mit der steigenden Form rückt auch das Nationalteam wieder in den Fokus. Während der Verletzungsphase bestand Kontakt zu Teamchef Ralf Rangnick. Die Perspektive entwickelt sich parallel zur körperlichen Verfassung. Kalajdžić formuliert das Ziel klar: „Wer nicht an die WM denkt, ist kein Fußballer“. Der Aufwärstrend bestätigt sich: Im Testspiel-Doppel gegen Ghana und Südkorea kommt Kaladjzic  zu Kurzeinsätzen im ÖFB-Teamdress. Für Kalajdzic erhöhen sich die Hoffnungen auf das Amerika-Ticket deutlich.

more