Direkt zum Inhalt
Veronika Aigner, österreichische Paralympics-Siegerin bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Cortina.
Veronika Aigner gewinnt bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Cortina die Goldmedaille in der Abfahrt der sehbeeinträchtigten Klasse.
Veronika Aigner gewinnt bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Cortina die Goldmedaille in der Abfahrt der sehbeeinträchtigten Klasse.
APA/GEORG HOCHMUTH

Doppelgold! Veronika und Johannes Aigner triumphieren

07.03.2026 um 18:44, APA, Red
min read
Traumstart für Österreich bei den Paralympics 2026: Veronika Aigner und Bruder Johannes holen Gold in der Abfahrt in Cortina. Auch Guide Sammer jubelt.

Österreich ist mit einem perfekten Auftakt in die Paralympics gestartet. Gleich zum offiziellen Beginn der Spiele am Samstagfrüh in Italien holte das Team zwei Goldmedaillen. Alpinskiläuferin Veronika Aigner gewann mit ihrem neuen Guide Lilly Sammer auf der Tofana von Cortina in der sehbeeinträchtigten Klasse. Kurz darauf triumphierte auch ihr Bruder Johannes Aigner mit Begleitfahrer Nico Haberl. Am Montag steht der Super-G auf dem Programm, die Paralympics dauern noch bis 15. März.

Paralympics: Österreich startet mit zwei Goldmedaillen

Gleich zum Auftakt der Paralympics in Cortina jubelt Österreich über zwei Titel. Veronika Aigner und Johannes Aigner gewinnen jeweils die Abfahrt in der sehbeeinträchtigten Klasse und sorgen damit für einen Traumstart des Österreichischen Paralympics-Teams.

Veronika Aigner holt Gold in der Abfahrt

„Ich glaube, wir können heute beruhigt schlafen gehen, weil die letzte Nacht war das nicht der Fall. Da sind wir mit 130 Puls im Bett gelegen“, sagte Veronika Aigner nach ihrem ersten paralympischen Abfahrtssieg. Silber ging unter den sieben Teilnehmerinnen an die Italienerinnen Chiara Mazzel und Nicola Cotti Cottini (+0,48 Sek.), Bronze an die Slowakinnen Alexandra Rexova und Sophia Polak (+4,90).

„Wir haben das einfach schon von Anfang an im Gespür gehabt, dass das ein Lauf für uns ist. Auf der Tofana haben wir Gas gegeben, die Sprünge sind um einiges weiter gegangen. Wir haben voll riskiert und es hat sich ausgezahlt“, sagte die Niederösterreicherin Aigner, die nun dreifache Paralympics-Champion ist.

Sammer springt als Guide für Aigner ein

Nach der verletzungsbedingten Absage von Schwester Elisabeth Aigner sprang die erst 16-jährige Lilly Sammer kurzfristig als Guide für Veronika Aigner ein. Sie unterstützte die Athletin bei den Speedrennen und der Kombination.

„Ich bin beim ersten Abfahrtstraining meine allererste Abfahrt gefahren. Da habe ich brutal gezittert. Und dann ist es aber immer besser geworden. Schlafen habe ich gar nicht können“, berichtete die Tirolerin. „Aber heute am Start bin ich eigentlich dann ein bisschen lockerer gewesen. Es war einfach richtig lässig und so eine coole Erfahrung. Ich bin einfach dankbar, dass die Vroni mich als Guide genommen hat“, sagte Sammer nach ihrem ersten Paralympics-Sieg.

Johannes Aigner holt Gold

Auch Johannes Aigner wird seiner Favoritenrolle gerecht. Gemeinsam mit Guide Nico Haberl gewinnt er vor den Kanadiern Kalle Eriksson und Sierra Smith (+2,25 Sek.) sowie den Italienern Giacomo Bertagnolli und Andrea Ravelli (+2,56). Unter den elf Teilnehmern gibt es vier Ausfälle.

„Es war eine gute Fahrt. Der Druck ist jetzt weg, weil eine Medaille schon da ist. Jetzt kommen wir stressfreier in die nächsten Bewerbe“, sagte der 20-jährige Aigner über seine insgesamt sechste Paralympics-Medaille, davon die dritte in Gold.

Guide Nico Haberl feiert erste Paralympics-Medaille

Für Guide Nico Haberl ist es die erste Medaille bei den Paralympics. „Gerade weil es meine ersten Paralympics sind, ist es einfach unglaublich. Dass ich das mit Johannes erleben darf, ist so cool und tut richtig gut. Ich bin auch echt stolz auf ihn, dass er da heute so schnell den Berg runtergefahren ist mit mir“, sagte der 25-Jährige.

Einer kleinen Geschwister-Party steht jedenfalls nichts mehr im Wege. „Wir werden sicher mal ins Österreich-Haus schauen. Wir sind froh, dass morgen ein Tag frei ist“, sagte Johannes Aigner mit einem Lächeln.

Markus Salchers letzte Abfahrt

Kein Edelmetall für Österreich gab es in der stehenden Klasse. Markus Salcher musste sich in seiner letzten Karriere-Abfahrt mit Rang acht begnügen.

„Ich habe alle Tricks ausprobiert, bin aber nicht ins Fahren gekommen. Nichtsdestotrotz muss man sagen, da abzuschwingen und so viele Leute hier zu haben, ist ein schönes Abfahrtsfinale für mich“, sagte der siebenfache Paralympics-Medaillengewinner aus Kärnten. Neunter wurde Nico Pajantschitsch. Den Sieg holte sich der Schweizer Robin Cuche, der Neffe von Ex-Skistar Didier Cuche.

Russland holt zwei Medaillen

Russland feierte bei seinem umstrittenen Comeback als Vollmitglied bei den Para-Spielen in Cortina ebenfalls zwei Medaillen in den stehenden Bewerben: Alexej Bugajew wurde ebenso Dritter wie Warwara Worontschichina.

more