Olympia: Programm zur Eröffnungsfeier
- Auftakt im San Siro
- Der Auftakt: Musik und Symbolik
- Einmarsch der Nationen
- Der olympische Eid
- Das doppelte Feuer
- Parallele Feiern in den Regionen
- Das Finale: Hymne und Projektionen
- Übertragung der Eröffnungszeremonie im ORF
- Sportlicher Prolog
Am 6. Februar 2026 um Punkt 20 Uhr beginnt im Mailänder San-Siro-Stadion die offizielle Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele. Das Stadion der Fußballklubs AC und Inter Mailand erwartet über 70.000 Menschen zur offiziellen Eröffnungszeremonie, die heuer ganz dem Leitgedanken "Harmonie" gewidmet ist
Auftakt im San Siro
Die Feier beginnt mit einem musikalischen Prolog, der den Sportenthusiasten die Geschichte Italiens, seine Landschaften und kulturelle Vielfalt näherbringen soll. Bilder aus Mailand, Cortina d’Ampezzo, den Dolomiten und der Lombardei werden auf das Spielfeld projiziert.
Danach entführen hochkarätige Weltstars das Publikum auf eine musikalische Eröffnungsreise. Startenor Andrea Bocelli eröffnet den Abend mit einer eigens arrangierten Hymne, begleitet von einem großen Orchester. Danach gehört die Bühne keinen Geringeren als Popdiva Mariah Carey. Damit aber nicht genug folgen Auftritte von Laura Pausini, Lang Lang, Cecilia Bartoli und Rapper Ghali.
Einmarsch der Nationen
Nach dem künstlerischen Auftakt öffnet sich die Arena für den traditionellen Einmarsch der Nationen. Angeführt wird der Zug wie immer von Griechenland, dem Ursprungsland der Spiele. Es folgen die Delegationen in alphabetischer Reihenfolge der italienischen Sprache. Jede Nation wird von ihren Fahnenträgerinnen und Fahnenträgern angeführt, die im Schein der Spotlights ins Stadion einziehen. Österreichs Fahne werden die zweifache Olympia-Siegerin Anna Gasser und Olympiasieger Benjamin Karl ins Stadion tragen. Italien tritt als Gastgeberland zuletzt auf.
Der olympische Eid
In der Mitte des Stadions wird erstmals der olympische Eid in seiner überarbeiteten Fassung gesprochen. Stellvertretend für Athletinnen, Kampfrichterinnen und Trainerinnen bekräftigen die Sprecherinnen und Sprecher:
„Wir geloben, an diesen Olympischen Spielen teilzunehmen und die Regeln zu respektieren und einzuhalten, im Geiste des Fairplay, der Inklusion und der Gleichberechtigung. Gemeinsam stehen wir solidarisch und verpflichten uns zu einem Sport ohne Doping, ohne Betrug, ohne jegliche Form von Diskriminierung.“
Damit wird der olympische Geist von Fairness, Respekt und Vielfalt bekräftigt.
Das doppelte Feuer
Der Höhepunkt folgt mit dem Entzünden der beiden olympischen Kessel. Zum ersten Mal in der Geschichte werden die Flammen gleichzeitig an zwei Orten entzündet – am Arco della Pace in Mailand und auf der Piazza Dibona in Cortina d’Ampezzo. Diese Geste symbolisiert die geografische Weite der Spiele und die Verbindung zwischen Stadt und Bergen. Während im Stadion die letzte Fackelläuferin den Kessel entzündet, erscheint auf den Bildschirmen zeitgleich das zweite Feuer aus Cortina. Beide Flammen verbinden sich in einer synchronen Lichtinszenierung zu einem gemeinsamen Symbol für Einheit und Frieden.
Parallele Feiern in den Regionen
Parallel zur zentralen Zeremonie in Mailand finden auch in Cortina, Livigno und Predazzo eigene Feiern statt. Dort marschieren die Athletinnen und Athleten der jeweiligen Wettkampforte ein, begleitet von lokalen Musikgruppen und Lichtshows. Diese dezentralen Veranstaltungen unterstreichen den regionalen Charakter der Spiele und bringen die Eröffnung in die alpinen Austragungsorte.
Das Finale: Hymne und Projektionen
Zum Abschluss erklingt die italienische Nationalhymne, gefolgt von der olympischen Hymne. Während die Flagge gehisst wird, verwandeln Drohnen und Projektionen das Stadion in eine visuelle Winterlandschaft. Schnee- und Eisformationen formen sich zu den olympischen Ringen. Das Ende der Zeremonie markiert ein Feuerwerk über Mailand.
Übertragung der Eröffnungszeremonie im ORF
In Österreich überträgt der ORF die Feier live auf ORF 1. Didi Wolff kommentiert das Geschehen für den ORF. Erfahrung mit Olympischen Zeremonien hat er bereits gesammelt, bei den Sommerspielen in Tokio 2021 hat Wolf sowohl die Eröffnung als auch die Schlussfeier kommentiert. Nun freut er sich auf „große Emotionen, Gänsehautmomente und eine stimmungsvolle Ouvertüre zu tollen sportlichen Wettkämpfen in den kommenden Tagen. Für die Athletinnen und Athleten wird es ein bewegender Augenblick, wenn die Bedeutung Olympischer Spiele vielleicht erstmals so richtig zu spüren ist.“
Sportlicher Prolog
Schon vor der offiziellen Eröffnung beginnen erste Wettkämpfe. Am 4. Februar startet Curling im Mixed-Doppel, gefolgt von Rodeltraining und Eishockey-Vorrunden. Das frühe Programm ist Teil der Zeitplanung, um den dichten Wettkampfkalender zu entzerren und den Athletinnen und Athleten ausreichende Regeneration zu ermöglichen.