Olympia 2026: Sicherheit auf höchster Stufe
Die Sicherheit rückt kurz vor Beginn der Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo massiv in den Mittelpunkt. Italiens Behörden warnen vor möglichen Cyberattacken, politischen Protesten und Versuchen, den Ablauf der Spiele zu stören. Um die Sicherheit bei Olympia zu gewährleisten, wurde ein umfassendes Schutzkonzept aktiviert: Polizei, Anti-Terror-Einheiten und Cyberexperten sollen potenzielle Risiken frühzeitig erkennen und Störaktionen unterbinden. Gerade weil Olympia 2026 weltweit im Fokus steht, gilt erhöhte Alarmbereitschaft.
Winterspiele starten unter außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen
Kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo steht Italien unter erhöhter Alarmbereitschaft. Angesichts eines angespannten internationalen Umfelds warnen die Behörden vor möglichen Cyberattacken, politisch motivierten Protesten und Versuchen, den Ablauf der Spiele zu stören. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurde ein umfassendes Sicherheitskonzept aktiviert.
Mehr als 6.000 Polizisten im Einsatz
Rund 6.000 Polizisten sollen während der Spiele landesweit für Sicherheit sorgen. An den Wettkampfstätten setzt die italienische Staatspolizei auf sichtbare Präsenz: Hundestaffeln, Sprengstoffexperten und speziell geschulte Einsatzkräfte gehören zum Standardrepertoire. Ziel ist es, potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und mögliche Störversuche bereits im Ansatz zu unterbinden.
Sicherheitskreise schließen nicht aus, dass versucht werden könnte, gezielt Angst unter Besucherinnen und Besuchern zu schüren oder das internationale Ansehen der Spiele zu beschädigen. Vor allem vor dem Hintergrund globaler Konflikte sei erhöhte Wachsamkeit notwendig.
Proteste bereits beim Fackellauf
Schon im Vorfeld der Spiele kam es zu ersten Zwischenfällen. Während des olympischen Fackellaufs durch Italien protestierten wiederholt israelkritische Aktivisten. Die Kundgebungen verliefen zwar überwiegend friedlich, zeigten jedoch, dass Olympia auch als Bühne für politische Botschaften genutzt wird.
Trotz der angehobenen Terrorwarnstufe bewerten Sicherheitsexperten in Rom die Gefahr konkreter Anschläge aktuell als gering. Die massive Präsenz von Sicherheitskräften und präventive Maßnahmen würden abschreckend wirken, heißt es.
Cyberangriffe gelten als reale Bedrohung
Ein besonderes Augenmerk legen die Behörden auf den digitalen Raum. Cyberattacken, insbesondere aus geopolitisch motivierten Kreisen, gelten als reale Gefahr. Italienische Stellen rechnen vor allem mit Angriffen durch sogenannte Hacktivisten, politisch motivierte Hacker, die digitale Attacken zu Propagandazwecken durchführen.
Im Fokus stehen dabei vor allem Verkehrssysteme und Kommunikationsnetze. Störungen in diesen sensiblen Bereichen könnten weltweit Aufmerksamkeit erregen und das Vertrauen in die Organisation der Spiele untergraben. Ein speziell eingerichtetes Expertenteam arbeitet daher gemeinsam mit IT-Fachleuten der Olympia-Organisatoren an der Abwehr möglicher Angriffe.
Die Strategie umfasst nicht nur Prävention, sondern auch die Fähigkeit, schnell auf Vorfälle zu reagieren, sollte es während der Spiele zu digitalen Angriffen kommen. Auch Notfallpläne für kritische Infrastruktur sind Teil der Vorbereitung.
Internationale Zusammenarbeit
Italien setzt bei der Sicherheit nicht ausschließlich auf eigene Kräfte. Die Regierung arbeitet eng mit Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten anderer Länder zusammen. Für Diskussionen sorgte in diesem Zusammenhang die Ankündigung, dass drei Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE während der Spiele im amerikanischen Konsulat in Mailand stationiert sein werden.
Außenminister Antonio Tajani betonte, die Beamten würden lediglich Informationen weiterleiten und nicht bewaffnet im öffentlichen Raum auftreten. Die Maßnahme sei bei internationalen Großereignissen üblich und kein Grund zur Beunruhigung, auch wenn sie politisch umstritten ist.
Hochrangige Gäste zur Eröffnung
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion in Mailand, zu der hochrangige internationale Gäste erwartet werden. Unter anderem nehmen US-Vizepräsident James Vance und US-Außenminister Marco Rubio an der Zeremonie teil. Solche Termine erhöhen aus Sicht der Behörden die Anforderungen an Schutz, Koordination und Zutrittskontrollen.
Olympia als globale Bühne
Mit einer erwarteten weltweiten TV-Reichweite von rund drei Milliarden Menschen sind die Winterspiele ein globales Großereignis und damit auch ein sensibles Ziel. Italiens Sicherheitsbehörden zeigen sich jedoch zuversichtlich, dass die umfassenden Maßnahmen ausreichen, um ein sicheres und friedliches Olympia-Fest zu gewährleisten.